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Date: 2007-08-19 16:49:13
Wir fordern FAIR TRADE! - Auch mit Israel!

  NEIN zu Produkten aus illegalen Siedlungen!

  Wir wollen keine Kräuter der Apartheid!

  Galeria Kaufhof verkauft und bewirbt israelische Siedlungsprodukte aus dem besetzten palästinensischen Westjordanland (und auch aus den annektierten syrischen Golan-Höhen).     
    
  Vom 14. bis zum 25.August 2007 veranstaltet die Kaufhof Warenhaus AG in 38 Filialen in Deutschland „Israel-Wochen“:  Von den etwa 40 beteiligten Unternehmen, haben einige direkte Beziehungen zu den völkerrechtswidrigen Siedlungen im Westjordanland und in den Golan-Höhen.

  Wir fordern die Kaufhof Warenhaus AG auf, Produkte aus den israelischen Siedlungen aus dem Westjordanland aus dem Sortiment zu nehmen und zu überprüfen, welche weiteren Waren mit den Siedlungen verwoben sind! Die „Israel-Wochen“ sollten ausgesetzt werden, bis dies geklärt ist. Ein Text auf der Internetseite von Kaufhof macht das besetzte palästinen- sische Westjordanland zu einem Teil von Israel. Das widerspricht internationalem Recht und der Mehrheitsmeinung der Israelis – es ist der Standpunkt der radikalen Siedler. Wir fordern die Kaufhof Warenhaus AG auf, diesen Text aus dem Internet zu nehmen!

  Schließen Sie sich bitte diesen Forderungen an! Verweigern Sie sich als Verbraucher und Verbraucherin einer Unterstützung von Besatzung und Siedlungspolitik!

  Helfen Sie mit, jegliche Gewalt zu überwinden! Unterstützen Sie einen gerechten Frieden zwischen dem palästinensischen und dem israelischen Volk!

    a.. Pyramid – Kräuter der Apartheid:

  Die Kräuterfirma Amnon &Tamar (Markenname: Pyramid) hat ihren Sitz in Alfe Menashe. In ihrem Auftrag findet die Produktion in Israel statt.
  Alfe Menashe aber liegt nicht in Israel – Alfe Menashe ist eine Siedlung in den besetzten palästinensischen Gebieten . In der Aufschrift auf der Verpackung wird behauptet, Alfe Menashe befände sich in Israel. Das ist eine grobe Irreführung der Kundinnen und Kunden! Alfe Menashe liegt bei der palästinensischen Stadt Kalkilya im Westjordanland - an der Apartheidsmauer. Um diese Stadt herum hat die Mauer die schlimmsten Verwüstungen angerichtet. Sie ist ein „von Mauern und Stacheldraht umgebenes Gefängnis mit nur einem Tor“, wie es in einem Bericht heißt.  Ein Grund dafür ist der Versuch, die Siedlung Alfe Menashe faktisch an Israel zu annektieren.

    a.. Agrexco ist Israels größter Exporteur von frischen Agrarprodukten. Die landwirtschaftlichen Produkte aus den Siedlungen werden zu 60 –70 % von Agrexco vermarktet. Der Anteil von Siedlungsprodukten am gesamten Umsatz von Agrexco beträgt etwa 5%. Agrexco bietet seine Produkte  meistens unter dem Markennamen „Carmel“ an.   

    a.. Tishbi Winery: im Internet wird auch die Siedlungsgruppe Gush Etzion südlich von Jerusalem als Anbaugebiet genannt.

  Jeder Cent für die israelischen Siedlungen ist ein Cent gegen den Frieden! (So die israelische Friedensorganisation Gush Shalom – zu Deutsch: Friedensblock)

  Die Europäische Union und Israel haben ein Handelsabkommen geschlossen, das israelische Waren auf dem europäischen Markt begünstigt. Wenn israelische Waren und Siedlerprodukte aus dem besetzten Palästina miteinander vermischt werden, widerspricht das dem Sinn dieses Abkommens.   Kaufhof schädigt damit auch die Interessen beteiligter israelischer Unternehmen, die nichts (oder fast nichts) mit den Siedlungen zu tun haben.

  Siedlungspolitik und Besatzung  bedeuten für die Palästinenser: Wasserknappheit,  Landraub, Zerstörung eines erträglichen Alltagslebens, Einzwängung in Kantone, bis zu etwa 600 Kontrollposten (Checkpoints), die Mauer/Sperranlage, ein faktisches Apartheidsystem in allen Lebensbereichen, „gezielte Tötungen“ durch Verbände der israelischen Armee (mit vielen umgebrachten palästinensischen Zivilisten), Armut und Traumatisierung: Bis heute terrorisieren z.B. Verbände der israelische Armee  die Zivilbevölkerung mit Ausgangsperren, Militärinvasionen und nächtlichen Panzer- patrollien, um das allgemeine Unsicherheitsgefühl zu verstärken. Zum Beispiel im Flüchtlingslager Jenin. Die Siedlungen sind also vor allem für die Palästinenserinnen und Palästinenser ein Albtraum. Aber Schaden erleidet letztlich die gesamte israelische Wirtschaft, betroffen sind vor allem ärmere Teile der israelischen Bevölkerung – für sie fehlt das Geld im israelischen Haushalt, das in die Siedlungen gepumpt wird. Auf Dauer lassen sich nachhaltig gute Geschäfte nicht auf Unrecht gründen – das hat gerade die israelische Immobilienfirma Hefziba erlebt – sie musste auch deshalb Konkurs anmelden, weil sie stark in das Mammutsiedlungsprojekt in Modiin Illit investiert hatte. Auf dem Land des palästinensischen  Dorfes Bil’in (bei Ramallah). Bil’in wehrt sich mit gewaltfreien Demonstrationen, aber auch rechtlich: der Oberste Gerichtshof Israels hat das Bauprojekt gestoppt. (www.bilin-village.org)
  Quellen: www.gush-shalom.org (Boycott Products of Settlements: boycott_eng.rtf: Lists of Products from Settlements in the Occupied Territories) Dutch Economic Links in Support of the Israeli Occupation of Palestinian and/or Syrian Territories, A Research Report Commissioned by United Civilians For Peace, September 2006 in: http://unitedcivilians.nl/documents/docs/
Report_Dutch_economic_links_with_the_Israeli_occupation.pdf
Adanim Tea/Siedlung Ofra: Peace Now: www.peacenow.org/updates.asp?rid=0&cid=3189  Siedlung Alfe Menashe: www.stopthewall.org/german/cgi-bin/german/community/article_9.shtml  Internetseiten der genannten Unternehmen.                   


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  Text des Blattes zu Adanim, das heute getrennt von der Erklärung verteilt wurde:

  Adanim Tea: Laut der Internetseite der Unternehmensgruppe Mavua (www.mavua.com) befinden sich die Produktionsanlagen der Firma in der Siedlung Ofra in der Westbank. Zusätzlich ist hier für das Management eine Telefonnummer mit der Vorwahl von Haifa (Israel) angegeben. Auf einer anderen Internetseite von Adanim Tea (www.adanim-tea.co.il) gibt es nur noch Telefonnummern mit der Vorwahl von Haifa, als einziger Ort ist hier Beitlehem Haglilit in der Nähe von Haifa angegeben (an diesem Ort produziert auch Amnon & Tamar/siehe oben). In einer Mail vom 17.08.08 betont der Manager von Adanim Tea, seine Firma („factory“) befände sich in Israel, nicht in der Westbank. Wir können dies hier nur wiedergeben. In jedem Fall war die Firma in Ofra. Wenn sie ganz nach Israel umgezogen sein sollte, dann wäre das gut. Warum informiert das Unternehmen nicht über einen solchen Umzug, wie andere das tun? Warum wirbt es nicht damit? Auf eine Mail mit der Bitte um Präzisierung antwortete der Manager leider noch nicht. (18.08.07)            



 
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