Videos der DPG

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phoenix runde: “Krieg in Nahost – Waffenruhe gegen Geiseln?”
Anke Plättner diskutiert mit: Lidia Averbukh, Israel-Expertin, Bertelsmann Stiftung Nazih Musharbash, Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft Guido Steinberg, Nahost-Experte, Sitftung Wissenschaft und Politik (SWP) Gerhard Conrad, Islamwissenschaftler und ehem. Mitarbeiter BND-Mitarbeiter.

 


Interview bei “Jung & Naiv”: Nazih Musharbash, Lehrer und Politiker (SPD). Seit 2018 ist er Präsident der DPG.
Ein Gespräch über die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, das Verhältnis zur Deutsch-Israelischen Gesellschaft, die Mitglieder, Finanzierung und Struktur seiner Organisation, die Nakba, die Grundsätze der DPG, Aufruf von und Teilnahme an Demonstrationen in Deutschland, Deutschlands “Staatsräson” gegenüber Juden und dem Staat Israel, Nazihs Kindheit und Jugend in Bethlehem, sein christlicher Glauben, sein Weg nach und sein Studium in Oldenburg in den 1960ern, Diskriminierungserfahrungen und Politisierung, der Umgang mit Palästinensern in Deutschland, politische Maßnahmen seit dem Terror vom 7. Oktober, Hamas-Sympathisanten, “Free Palestine”, Anerkennung des Staates Palästina, Aussagen des Bundespräsidenten zur Distanzierung, BDS-Bewegung, Wahlen in den Palästinensergebieten, die korrupte Palästinensische Autonomiebehörde, Siedlergewalt in der besetzten Westbank, Zionismus & Antizionismus, Apartheid, die Warnung vor “Genozid” in Gaza sowie die Zweistaatenlösung vs. ein gemeinsamer Staat + eure Fragen.

 


Dr. Viola Raheb: “Die Jugend Palästinas”
Die aus Bethlehem stammende palästinensische Friedensaktivistin Dr. Viola Raheb schloss ihr Studium der Pädagogik und der Theologie in Heidelberg ab. Jahrelang war sie Schulrätin für christliche Schulen im besetzten Palästina. In ihrem Vortrag geht Viola Raheb auf die gesellschaftliche und politische Situation der Jugend Palästinas ein und erklärt ihren Kampf und großen Willen für Freiheit und Meinungsäußerung, aber auch ihre Zerrissenheit im Alltag unter der erdrückenden israelischen Besatzung. Sie umschreibt und erläutert das Leben und den Bildungsstand der palästinensischen Jugend (nicht nur in Palästina) und der Jugend Palästinas (weltweit), ihre Frustration und den starken Willen für Widerstand und besseres Leben. Die Jugend Palästinas hat das Recht, wie alle Jugendlichen auf der Welt, sich gegen Ungerechtigkeit, Besatzung und Unterdrückung zur Wehr zu setzten und für ihr Selbstbestimmungsrecht zu kämpfen. Die palästinensische Jugend nimmt alle gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Veränderung auf der Welt wahr und möchte daran teilnehmen. Dass ihre Vorstellungen und Methoden von der altherkömmlichen Tradition differieren, ist durchaus eine Bereicherung für die palästinensische Gesellschaft. Die palästinensische Jugend im besetzten Palästina will und muss ernstgenommen werden, wenn man bedenkt, dass knapp 30 Prozent der Menschen jünger als 25 Jahre sind.

 


Gideon Levy: “Israel ist jüdisch, aber nicht demokratisch”
Sein Vater floh 1939 vor den Nazis aus dem Sudetenland mit einem Schiff übers Mittelmeer und landete als Flüchtling illegal bei Tel Aviv. Gideon Levy studierte Politikwissenschaft in Tel Aviv und war 1978–1982 Mitarbeiter von Schimon Peres. Seit 1982 schreibt er für die Tageszeitung Haaretz, in der er seit 1988 die Kolumne Twilight Zone über die Lebensverhältnisse der Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten veröffentlicht. 2014 kritisierte er in einem Meinungsartikel der Zeitung Haaretz die Militäroperation Israels Operation Protective Edge im Gazastreifen und behauptete, Piloten der israelischen Luftwaffe hätten Zivilisten, besonders Kinder und Frauen, leichtfertig, „wie mit dem Joystick“, getötet. Nach diesem Beitrag erhielt Levy massive Morddrohungen und konnte sich von Mitte Juli 2014 bis zum Ende der Militäroperation nur mit Personenschutz in der Öffentlichkeit bewegen. In seinem Vortrag befasst sich Levy mit der politischen Situation Israels und der Palästinenser unter der erdrückenden permanenten israelischen Besatzung. Er betrachtet die Zwei-Staaten-Lösung, die von MP Netanjahu vehement abgelehnt wird, als die einzige logische Option für einen dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Einen Palästinenserstaat wird es nach seiner Ansicht nicht geben; das Völkerrecht gilt für Israel nicht; Besatzung wird weiterhin schleichend, aber beschleunigt in Annexion übergehen, die rasch zum Apartheid-Staat führen wird. Er verfolgt die israelische Politik unter der rechtsgerichteten Regierung und folgert, dass Israel zu einem jüdischen, aber nicht demokratischen Staat geworden ist. Faschistische und streng religiöse Kabinettsmitglieder tragen dazu bei, dass die Gewaltspirale eskaliert. Israel ist nicht am Frieden interessiert, weil es die Kosten der Besatzung nicht trägt. Levy kritisiert die Haltung der deutschen Politik, die ausschließlich die Interessen Israels wahrnimmt. Palästina soll nicht vergessen werden und benötigt die Unterstützung der Zivilgesellschaften.

 


Prof. Dr. Norman Paech: “Israel zwischen Demokratie und Völkerrecht”
Als Politikwissenschaftler und Völkerrechtler beschäftigt sich Prof. Dr. Norman Paech mit der Ohnmacht des Völkerrechts in Bezug auf die israelische Politik. Die Befassung mit dem Völkerrecht im israelisch-palästinensischen Konflikt bezeichnet er als ein im Grunde überflüssiges Thema. Wo-immer und wann die israelische Regierung ihr Militär einsetzt, es bleibt Sieger. Die Frage seiner rechtlichen Legitimation wird nicht einmal gestellt. Hat Völkerrecht überhaupt eine Chance, wenn Männer wie Netanjahu das faktische Ende des Völkerrechts als Ordnungsrahmen der Welt einläuten? Doch Israel selbst verzichtet nicht auf das Völkerrecht zur Legitimation seiner Existenz, seiner völkerrechtwidrigen Besatzung und militärischen Angriffe im Gazastreifen und in den Ortschaften und Flüchtlingslagern in der Westbank. Ein zentrales Prinzip israelischen Politik ist die “Bedrohung”. Für die Bedrohung von Außen findet sich immer ein Feind, ob Hamas, rebellierende palästinensische Jugend oder Iran. Damit beruft sich Israel auf ein Verteidigungsrecht gegenüber Palästinensern, das von der westlichen Welt ungeprüft übernommen und gar unterstützt wird. Denn bei der Frage nach Ursache und Auswirkung von Eskalationen steht der Westen blind hinter Israel. Es sollte nicht übersehen werden, dass nicht die Palästinenser Israel besetzt haben, sondern die Israeli Palästina und eindeutig völkerrechtswidrig. Israel ist eher der Aggressor, der die besetzten Gebiete zu räumen hat und kein Selbstverteidigungsrecht gegen den Widerstand der Opfer seiner rechtswidrigen Besatzung in Anspruch nehmen kann. Einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern wird es erst dann geben, wenn das Völkerrecht Israel dazu zwingt, das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser zu akzeptieren. Das Versagen der Politik muss jetzt von der couragierten Zivilgesellschaft kompensiert werden.

 


Prof. Dr. Moshe Zuckermann: “Israel torpediert die Zwei-Staatenlösung und will keinen Frieden”
In seinem Zoom-Vortrag geht der israelisch-deutsche Historiker und Philosoph Prof. Dr. Moshe Zuckermann auf die aktuelle Situation der israelischen Politik unter MP Netanjahu ein. Er schildert ausführlich das Begehren Israels, sich die gesamte Westbank anzueignen, den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau voranzutreiben und die Palästinensische Autonomie zu schwächen. Die neue rechtsgerichtete und faschistische Regierung unterstützt bewaffnete aggressive Siedler, schikaniert täglich die palästinensische zivile Bevölkerung und sieht in jedem Widerstand einen Angriff, der mit Waffengewalt erwidert wird. Die israelischen militärischen Vergeltungsmaßnahmen werden als Selbstverteidigung deklariert und der Weltöffentlichkeit erfolgreich präsentiert. Die palästinensische Bevölkerung, die keine regionale und internationale Lobby hat, ist auf sich gestellt. Dennoch muss es einen souveränen palästinensischen Staat geben, damit der politische Konflikt politisch und nicht durch Gewalt gelöst wird. Von den USA, EU und Deutschland wird eine objektive Bewertung erwartet, die in der Bevölkerung längst, aber nicht in der Politik angekommen ist. Zuckermann geht auf die aktuell missbrauchten und instrumentalisierten Zionismus und Antisemitismus ein und schildert warum die israelische Zivilgesellschaft zurzeit so gespalten ist. Das Interesse Israels an einer friedlichen Lösung ist deshalb so gering, weil die Besatzung keine Nachteile bringt. Der Siedlungsbau verunmöglicht den Aufbau eines Staates Palästina dermaßen, dass die Zwei-Staatenlösung, die eigentlich die beste Option für einen gerechten Frieden ist, defacto durch Netanjahus Politik nicht mehr möglich ist.

 


Dr. Mustafa Bargouthi, Ramallah/Palästina, in einem Interview zur aktuellen politischen Lage in Palästina und Israel nach Übernahme der rechtsradikalen israelischen Regierung von Bannjamin Netanjahu, geführt am 5. April 2023 in einem Zoom-Beitrag der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. Das Interview wurde auf Englisch geführt.

Dr. Mustafa Bargouthi, Ramallah/Palästina, in an interview on the current political situation in Palestine and Israel after the takeover of the right-wing radical Israeli government of Benjamin Netanjahu, conducted on the 5th of April 2023, in a Zoom contribution of the German-Palestinian Society. English.

 


 STORY OF PALESTINE ist ein Song von EMAN ASKAR zur Geschichte von Palästina. Die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V. (DPG) bedankt sich bei EMAN ASKAR für die Erteilung der Genehmigung für die Übersetzung und für die weitere Verwendung ihres Songs. Die DPG präsentiert diesen Song im 75. Gedenkjahr der NAKBA. 1948 war das Jahr, in dem Tausende PalästinneserInnen ihre Heimat durch Flucht und Vertreibung verloren haben und seitdem kein Recht auf Rückkehr oder Entschädigung haben. Zurzeit setzt die neue israelische Regierung ihre Politik der Expansion auf Kosten der Palästinenser fort: Sie vertreibt Menschen aus ihren Wohnungen, sprengt Häuser und Schulen, führt militärische Angriffe, genannt “Razzien” in den palästinensischen Orten durch und will weiter Gebiete völkerrechtswidrig annektieren. Übersetzung: Nazih Musharbash.

Teil 1:

Teil 2:

 


 

Nazih Musharbash – “Die korrupteste Regierung”
Zoom-Vortrag von Nazih Musharbash, DPG-Präsident, zur neuen 37. israelischen Regierung und zu ihren Auswirkungen auf das Leben der israelischen und der palästinensichen Bevölkerung. Benjamin Netanjahu führt eine der umstrittesten Koalitionen an: Ein Ministerpräsidenten unter Korruptionsverdacht, mehrere Minister als Steuersünder und Terror-Unterstützer. Hauptziel dieser Regierung ist die Schwächung der Kompetenz des Obersten Gerichtes und die Umgestaltung des sonst säkularen Staates in einen jüdischen Staat. Kritiker bezweifeln, ob Israel “demokratisch” und zugleich “jüdisch” sein kann. Darüber hinaus, so israelische Persönlichkeiten und internationale Beobachter, verfolgt die neue Regierung die Annexion der Westbank, einschließlich der C-Gebiete, die Besiedlung weiterer Gebiete durch jüdische Israelis, die völkerrechtlich nicht zu Israel gehören, eine Israelisierung der Westbank durch weitere Enteignungen, die Einverleibung von Ost-Jerusalem, Deportationen der einheimischen palästinensischen Bevölkerung, und Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde, sowie die Verunmöglichung der Zwei-Staaten-Lösung. Ein Vortrag der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. – Januar 2023

 


 

Prof. Rolf Verleger – “Zionismus, Kolonialismus und die Entstehung Israels”
Das Zarenreich war um 1900 das größte jüdische Zentrum der Welt. Von hier kamen: Zionismus, Orthodoxie, der „Arbeiterbund“, jüdische Sozialisten, Auswanderung nach Amerika und Europa – und der Antisemitismus, der auch in den Einwanderungsländern zunahm, vor allem in Deutschland. Die führende Weltmacht Großbritannien wählte sich 1917 den Zionismus als ein Hilfsmittel für die Gestaltung ihrer Herrschaftsansprüche. Und so schuf der Zionismus, entstanden im Zarenreich zur Emanzipation einer diskriminierten Minderheit als Gegenspieler sowohl der jüdischen Orthodoxie als auch der sozialistischen Bewegung, mit Diskriminierung der Palästinenser und Landraub an ihnen nicht mehr, sondern weniger Gerechtigkeit auf Erden. Video-Aufzeichnung vom 2.9.2021. Eine Veranstaltung des AK Nahost und der DPG Bremen.

 
 


 

Am 5. August 2021 war Bettina Marx (seit sechs Jahren Leiterin des Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah) per Zoom dem AK Nahost in Bremen zugeschaltet. Ihr Thema: “Leben und arbeiten unter der Besatzung in Palästina”. Sie berichtete und erzählte spannend und anschaulich über das tägliche Leben der Palästinenserinnen und Palästinensern. Wo andere Berichterstatter sich auf diesem verminten Terrain nur mit äußerster Vorsicht bewegen, um nur ja die Regeln der political correctness einzuhalten, äußerte sich Bettina Marx in diesem Gespräch ohne Scheu zu Besatzung und Kontrolle und Menschenrechten und Kriegsverbrechen und Apartheid und Hamas und Abbas und und und… Bettina Marx studierte Judaistik, Islamwissenschaften und Geschichte, sie promovierte über das marokkanische Judentum des 19. Jahrhunderts und arbeitete vor ihrer Zeit bei der Heinrich-Böll-Stiftung als Journalistin in verschiedenen Funktionen für die Deutsche Welle und die ARD. Die Fragen stellten Detlef Griesche (Vizepräsident der DPG) und Sönke Hundt (AK Nahost Bremen).

 
 


 

Viola Raheb, geboren und aufgewachsen in Bethlehem, ist eine palästinensische Friedensaktivistin. Sie studierte Theologie und Pädagogik in Heidelberg und war Schulrätin der Evangelisch-Lutherischen Schulen in Palästina. Seit 2002 lebt und arbeitet sie in Wien. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Religionswissenschaft der Ev.-Theologischen Fakultät der UNI Wien. Dort schloss sie 2017 ihre Promotion in Advanced Theological Studies ab. Durch ihre Publikationen und Musikbeiträge hat die Pädagogin und Theologin Viola Raheb vor allem im deutschsprachigen Raum immer wieder auf die Situation der palästinensischen Bevölkerung unter der israelischen Besatzung aufmerksam gemacht. Sie setzt sich für Selbstermächtigung und Förderung kreativen Widerstands palästinensischer Frauen durch Bildung ein.

 


 
Auf Einladung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. eröffnete Botschafterin Dr. Khouloud Daibes mit ihrem Auftaktvortrag die DPG-Jahrestagung zum Thema “Die Rolle der palästinensischen Frau” in Politik, Erziehung, Bildung, Teilhabe, Gleichstellung und im Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft. In Ihrem Vortrag (Teil 1) nahm sie Stellung zu den letzten Ereignissen in und um Palästina sowie über die unterlassene aktive Friedensbemühungen der Weltöffentlichkeit.
In der anschließenden Diskussion (Teil 2) wurden die Fragen der Teilnehmer*innen ausführlich beantwortet.

 



Dr. Mitri Raheb
ist eine angesehene Persönlichkeit in der evangelisch-lutherischen Christenheit. Er war lange Jahre Pastor in der “Weihnachtskirche” in Bethlehem, dann Präsident der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land und Mitglied im Palästinensischen Nationalrat. Vor allem aber ist er Gründer und Präsident des großen Internationalen Begegnungszentrums Dar al-Kalima in Bethlehem mit einer angesehenen Universität und mit vielen anderen Bildungseinrichtungen. In diesem Video äußert er sich mit Bitterkeit und Trauer, aber auch mit Hoffnung, über die jüngsten Kämpfe und Auseinandersetzungen in Israel/Palästina.

 



Nazih Musharbash
, Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. nimmt in einem Interview mit dem SWR2 Stellung zur verheerenden Gewaltanwendung in Nahost. Er kritisiert die Gewalt, deren viele Auslöser zugrunde lagen und die vermeidbar gewesen wäre, wenn Israel das Völkerrecht nicht ständig missachte. Nur die Beendigung der israelischen Besatzung sei der Schlüssel zu einem gerechten Frieden.

 


 
Ein Gespräch zwischen dem Präsidenten der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. (DPG) Nazih Musharbash und dem DPG-Vizepräsidenten Dr. Detlef Griesche zu den Hintergründen der Gewaltspirale zwischen Israel und den Palästinensern mit Bezug auf (1) Bedeutung von Jerusalem für Israelis und Juden sowie Palästinenser und Moslime/Christen, (2) Vertreibungspläne der israelischen Behörden und “Siedler” von palästinensischen Familien in Sheik Jarrah/Ost-Jerusalem, (3) Übergriffe von jüdischen “Siedlern” und Diebstahl von palästinensischen Wohnungen, (4) Missachtung und Erschwernisse im Fastenmonat Ramadan, (5) ständige Provokationen in Ost-Jerusalem, (6) Verschiebung der Wahlen in Palästina, (7) Raketenbeschuss der Hamas und Vergeltungsmaßnahmen der israelischen Armee im Gazastreifen und (8) die deutsche Reaktion auf die Ereignisse…

 


 
Ein virtueller DPG-Vortrag des DPG-Präsidenten Nazih Musharbash zur aktuellen Situation in Israel und Palästina am 10. März 2021: (1) Wahlen in Israel und Palästina (2) die fragwürdigen Normalisierungsabkommen mancher arbischen Staaten mit Israel (3) neue Nahostpolitik der US-Administration (4) Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofes und (5) die verheerende deutsche Nahostpolitik bezüglich ihrer einseitigen Haltung zugunsten Israels trotz Missachtung des Völkerrechts.

 


 
Karin Wetterau hat ein aufregendes Buch über ein brisantes Thema geschrieben: Gibt es einen neuen israelbezogenen Antisemitismus? Wo verläuft die rote Linie zwischen legitimer Kritik an israelischer Politik und Antisemitismus? Wer entscheidet über den Ausschluss aus dem öffentlichen Diskurs und dem deutschen Kultur- und Wissenschaftsbetrieb? Wer richtet über strittige Antisemitismusvorwürfe? Liefert der Anti-BDS-Beschluss des Deutschen Bundestages dazu eine angemessene Grundlage oder handelt es sich um einen „Weg zur Hölle, der mit guten Vorsätzen gepflastert ist“ (Ofer Waldman), um einen „parlamentarischen Betriebsunfall“ (Stephan Detjen), um eine Neuauflage von McCarthyismus (Micha Brumlik) oder schlicht um politischen „Irrsinn“ (Daniel Cohn-Bendit)? Der langjährige Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Wolfgang Benz, führt in seinem Vorwort in grundlegende Aspekte des Themas ein.
 
Die Interviewfragen stellt Dr. Detlef Griesche, Vorstandsmitglied der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft (DPG).

 


 
Neuer Antisemitismus? Spurensuche in den Abgründen einer politischen Kampagne Das Diskussionsklima in Deutschland über Antisemitismus ist vergiftet bis dort hinaus, eine vorurteilsfreie, neugierige, an verständigung orientierte debatte wohl auf absehbare Zeit völlig unmöglich geworden. Karin Wetterau versucht es trotzdem mit ihrem neuen Buch “Neuer Antisemitismus? Spurensuche in den Abgründen einer politischen Kampagne.” Der Band zeichnet die “Feuerschübe” in diesem Streit nach und fragt nach den Hintergründen.
 
Dr. Detlef Griesche, Vorstandsmitglied der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft moderiert die Veranstaltung. Das Zoom-Meeting wurde organisiert vom AK Nahost Bremen. Mehr Informationen finden Sie auf www.nahost-forum-bremen.de​.
 

 


 
DPG Präsident Nazih Musharbash interviewte am 24.02.2021 für die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft (DPG) Frau Dr. Hanan Ashrawi, die ihre Mitgliedschaft im PLO-Exekutivrat im Dezember 2020 beendete. In dem Gespräch geht die weltweit bekannte palästinensische Politikern und Aktivistin ausführlich auf die Hintergründe ihres Rücktritts ein, kritisiert die PLO-Führung und spricht sich für Demokratie und Reformen aus und gibt Auskunft und Visionen zu den bevorstehenden Parlamentswahlen und zur Präsidentschaftswahl in der besetzen Westbank und in Gaza. Ihr Rücktritt sei als Impuls zu verstehen, dass Platz für junge Männer und Frauen geschaffen werden solle. Ihre internationalen und nationalen Netzwerke werde sie weiterhin pflegen und zur Förderung junger Frauen und für deren Unterstützung zur Verfügung stellen.

Für Nazih Musharbash war es eine Ehre, Frau Dr. Hanan Ashrawi interviewen zu dürfen.

 



“(Über)Leben zwischen Trauma und Hoffnung”
– Aktueller Bericht aus Gaza unter Coronabedingungen – Vortrag von Abed Schokry mit anschließender Diskussion

Dr. Abed Schokry hat in Deutschland studiert und lebt als Dozent an der Universität in Gaza. Von dort berichtet er seit ein paar Jahren regelmäßig über das tägliche (Über)Leben in diesem “Freiluftgefängnis”, für das Israel die politische und moralische Verantwortung trägt und das die westliche Welt weiterhin einfach toleriert. Anschaulich und authentisch erzählt Schokry über die laufenden Stromsperren, über die Lage an den Schulen und Universitäten, dass es drei Währungen (Schekel, jordanische Dinar und US-Dollar) gibt, über die letzten Rückkehrmärsche mit ihren vielen Toten und Verletzten, über die schlechte Wasserqualität und das verschmutzte Mittelmeer, über die innerpalästinensischen Auseinandersetzungen, die (hoffentlich) kommenden Wahlen im Mai 2021, über die fast schikanösen und fast unüberwindlichen Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise, usw. usf. Besonders skandalös zur Zeit: die schwierige Bekämpfung der Corona-Pandemie und der Mangel an Impfstoffen.

Veranstaltet von: Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V., Israelisches Komitee gegen Hauszerstörung (ICAHD), AK Nahost Bremen, Bremer Friedensforum, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Kairos Palästina Solidaritätsnetz Gruppe Bremen.

 


 

“Palästina von Balfour bis Trump” lautete der Vortrag von Nazih Musharbash, Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V., in Hamburg und Osnabrück im Jahr 2017. Hundert Jahre Balfour-Deklaration und Sykes-Picot-Abkommen, sowie 70 Jahre Gründung des Staates Israel und NAKBA (Verreibung und Flucht der Palästinenser aus ihrer Heimat und 50 Jahre israelische Besatzung des Westjordanlandes und der Golanhöhen waren Anlaß für eine geschichtliche Betrachtung der Ursachen des Palästinaproblems und der Situation der arabischen Staaten heute. Wer die noch andauernden Auswirkungen des Zusammenpralls jüdischer und arabische Ansprüche auf Palästina verstehen will, muss deren Ursprünge verstehen. Chronologisch und mit dokumentarischen Belegen und Fotos werden die daran Verantwortlichen und ihre Motive vorgestellt. 100 Jahre nach dem Abkommen fügt Donald Trump paradoxerweise noch einen Baustein hinzu und erschwert dadurch einen vorgesehnen “gerechten?” Frieden.

 


 

Der “Jahrhundertdeal”, verkündet am 28. Januar vom amerikanischen Präsidenten, nützt den bedrängten Wahlkämpfern Trump und Netanyahu, den rechten und nationalistischen Kräften in Israel und trifft ansonsten auf breite Ablehnung. Was der angebliche Friedensplan für die Palästinenser bedeutet, erläutert Dr. Raif Hussein in diesem Interview. Hussein ist israelischer Palästinenser, politischer Aktivist, Politologe, erfolgreicher Buchautor; er war u.a. Berater für die Gemeinsame Palästinensische Liste in Israel und langjähriger Präsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Das Interview führte Dr. Detlef Griesche (Vizepräsident der DPG) anlässlich eines Vortrages von Raif Hussein am 30. Januar 2020 in Bremen. Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

 


 

Vortrag von Dr. Mustafa Bargouthi zum Thema “Palästina – Die vor uns liegenden Herausforderungen” auf der Jahrestagung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. “Palästina im Fokus der regionalen und internationalen Politik” im Juni 2019.

 


 

Vortrag von Gideon Levy “Palästina – 52 israelische Besatzung und was denn?” auf der Jahrestagung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. “Palästina im Fokus der regionalen und internationalen Politik”, Juni 2019.

 


 

Vortrag von Nazih Musharbash: “Das israelische Nationalitätengesetz”.

Das neue Nationalitätengesetz bestimmt allein Hebräisch als “Staatssprache”, es schreibt – entgegen allen völkerrechtlichen Bestimmungen – Jerusalem (das gesamte Jerusalem) als Hauptstadt fest und “setzt sich dafür ein, die Etablierung und Konsolidierung jüdischer Besiedlung anzuspornen und voranzutreiben.”

 


 

Vortrag von Nazih Musharbash: “Palästina von Balfour bis Trump”

Historischer Rückblick und heutige Bedeutung. Vortrag vom 31. Mai 2018 im Curiohaus der GEW-Hamburg.

 


 

Vortrag von Inge Günther zum Thema “Wohin steuert der Nahostkonflikt? Alte Protagonisten, neue Ansätze und Friedensinitiativen” auf der Jahrestagung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. “70 Jahre NAKBA – Gerechtigkeit für die Palästinenser” am 16. Juni 2018 in Höxter.

 


 

Vortrag von Prof. Dr. Moshe Zuckermann zum Thema “Die Auswirkung der NAKBA auf die israelische Zivilbevölkerung” auf der Jahrestagung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. “70 Jahre NAKBA – Gerechtigkeit für die Palästinenser” im Juni 2018 in Höxter.

 


 

Vortrag von Dr. Tamar Amar-Dahl zum Thema “Die israelische Besatzung und ihre Auswirkungen auf das Leben der Palästinenser” auf der Jahrestagung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. “50 Jahre israelische Besatzung” im März 2017.

 


 

Vortrag von Naim Alashhab zum Thema “Die israelische Besatzung und ihre Auswirkungen auf das Leben der Palästinenser” auf der Jahrestagung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. “50 Jahre israelische Besatzung” im März 2017.

 


 

Vortrag von Prof. Dr. Udo Steinbach zum Thema “Die Ohnmacht der Mächtigen und wie geht die Weltgemeinschaft, insbesondere Europa mit der anhaltenden Besatzung in Palästina” auf der Jahrestagung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V. im März 2017.