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Mauern triumphieren über Brücken Drucken
Pressemitteilung des Gaza Community Mental Health Programme vom 20. Oktober 2008

Mauern triumphieren über Brücken …die Konferenz über die Belagerung wird ein Opfer der Belagerung.

Unter schockierenden Umständen findet die internationale Konferenz  des Gaza-Community Mental Health Programms (GCMHP)  "Belagerung und  psychische Gesundheit … Mauern gegen Brücken" unter Belagerung statt. Die Konferenz war für den 27./ 28. Oktober  im Gazastreifen geplant. Doch nachdem diese akademische Konferenz seit einem Jahr geplant und vorbereitet war, wurde sie durch die Entscheidung israelischer Behörden -  nur 14 Tage vor Beginn  der Konferenz - den internationalen Konferenzteilnehmern den Zugang zu verwehren, in Frage gestellt. Könnte  auf die Auswirkungen der Belagerung  ein besseres Schlaglicht geworfen werden?
Die Konferenz war als Forum für professionelle Diskussion  und wissenschaftlichen Austausch über  die Auswirkungen der Gazabelagerung auf die Kinder, die Familien und Gemeinden und über Frieden schaffende Bemühungen organisiert worden.  Der Plan ist, Spitzen-Fachleute und Akademiker aus aller Welt zu versammeln und Brücken des Dialogs, gegenseitige Anerkennung und Frieden zu schaffen.
Etwa 120 Teilnehmer von Universitäten aus aller Welt werden erwartet. 25 von ihnen halten Referate und teilen Untersuchungsergebnisse mit. Die Hauptthemen der Konferenz befassen sich  professionell mit der psychischen Gesundheit und mit den Menschenrechten.
Wenn Israel über die ganze Bevölkerung des Gazastreifens eine strikte Belagerung aus Sicherheitsgründen aufrecht erhält, wie behauptet wird, fragen wir uns, wie kann solch eine Konferenz eine Bedrohung für Israels Sicherheit darstellen.
Diese Aktionen stellen einen schweren Schlag gegen die Rechte akademischer Freiheit, freier Rede, Bildung und  des kulturellen Dialoges dar.
Wir sehen diese Aktion als eine Aktion an, um die Kommunikation zu blockieren, um die Plattform für gegenseitige Anerkennung, Verständigung und Anerkennung des Leids der anderen zu beeinträchtigen.
Noch einmal wird bewiesen, dass Israel - auch wenn es das Gegenteil behauptet - eine Besatzungsmacht ist, die den Gazastreifen unter Kontrolle hat und die Menschen daran hindert, hinein- oder herauszukommen.
Trotz all der Herausforderungen sind wir entschlossen, diese Konferenz abzuhalten. Wir planen, dass die internationalen Gäste von Ramallah aus  und die Lokalen, die den Gazastreifen nicht verlassen dürfen, mit Video-Verbindung teilnehmen.
Wir bestätigen damit, wenn Israel uns physisch belagern kann, so kann es uns doch nicht  geistig belagern und unseren Austausch mit der Außenwelt verhindern. Trotz der ungerechten Entscheidung, sind wir entschlossen, die Konferenz wie geplant durchzuführen. Wir haben  uns  für die Konferenz  Ziele gesetzt und wollen gleichzeitig die katastrophalen Folgen der Belagerung einer zivilen Bevölkerung  bewusster machen.
Wir verlangen von den israelischen Behörden, ihre Entscheidung zurückzunehmen, und die Konferenzteilnehmer in den Gazastreifen einreisen zu lassen.
Schließlich bitten wir unsere Teilnehmer, Freunde, Solidaritätsgruppen, Menschenrechtsgruppen und Kollegen, gegen die Entscheidung zu protestieren und anzuprangern und die andauernde israelische Politik der Menschenrechtsverletzungen offen zu legen.

Mehr Informationen bei: Husam El-Nounou, PR-Direktor
GCMHP  00972 - 8 2825700
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