DPG-Vizepräsidentin Ursula Mindermann bereist regelmäßig Israel und Palästina. Neben einer eigenen Fotoausstellung über den Alltag in Palästina hat Ursula Mindermann Projekte unter dem Motto „Aus Palästina für Palästina“ initiiert.
Hauptziel dieser Projekte ist es, die wirtschaftliche Situation von Familien und Bauern zu verbessern, Vermarktung von palästinensischen Produkten zu ermöglichen und das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu praktizieren.
Spendenkonto:
Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V.
Stichwort „Aus Palästina für Palästina“
IBAN: DE90 3706 05 90 0000 3392 10
Shop behind the Wall
Ein kleines Geschäft bei der Tankstelle am Checkpoint in Bethlehem wurde im Mai 2017 von Moodi und Ursula Mindermann eröffnet. Diese deutsch-palästinensische Kooperation bietet:
- Halb- und Ganztages-Touren durch Bethlehem: Banksy- Graffitis, Aida- Flüchtlingslager, Mauer
- Tagestouren in Palästina z.B. nach Nablus, Jericho, Totes Meer, Ramallah
- Produkte aus Palästina zur Unterstützung und Stärkung der Wirtschaft
- Kooperation mit Projekten und NGOs aus Palästina, die sich für den Frieden in Israel und Palästina einsetzen
- Kooperation mit einheimischen Künstlern, besonders beim Gestalten von Graffitis an der Mauer
- Treffpunkt zum Austausch und Kennenlernen
- Verkauf von Produkten mit Bildern von dem Graffiti- Künstler Banksy
- Verkauf von Kuffeyas, Seifen, Postern, Bechern, Magneten und Schmuck
Update vom 24.07.23:
Das WDR-Bustour-Team reiste nach Bethlehem und berichtete über Banksy, Graffitikunst, den Künstler Taqi Spateen und Moodi vom shop behind the wall. Der shop behind the wall ist ein Projekt, das Vizepräsidentin Ursula Mindermann und Moodi 2017 aufgebaut haben und sich mittlerweile selber trägt. Das Bild rechts zeigt Moodi und das Team um Christian Dassel vom WDR bei den Dreharbeiten.
Hier der Link zur WDR-Sendung „Graffiti für den Frieden“
Update vom 21.04.20:
Anfang März wurden in zwei Hotels in Bethlehem Touristen positiv auf Corona getestet. Daraufhin wurden die Hotels unter Quarantäne gestellt und alle TouristInnen sollten das Land verlassen. Ab dem 6.3. gilt in Palästina eine Ausgangssperre, die Hotels und Geschäfte sind geschlossen. Das gilt natürlich auch für den „shop behind the wall“. Die Situation ist aufgrund des ausbleibenden Tourismus (Gerade zu Ostern und Weihnachten reisten bisher immer viele Gläubige und auch TouristInnen nach Palästina) schwierig, da es kein soziales Netz gibt, das in wirtschaftlich schweren Zeiten Unterstützung bietet. Die Dauer der Ausgangssperre ist noch offen.
Update vom 15.11.18:
Das Projekt „Shop behind the wall“ hat jetzt eine eigene homepage. Unter www.shopbehindthewall.com können sich Interessierte über dieses deutsch-palästinensische Projekt informieren. Wir freuen uns, dass sich der im Mai 2017 gegründete shop gut etabliert hat. Das Angebot von geführten Halb- und Ganztagestouren wird gut angenommen. In Zusammenarbeit mit einem Künstler aus Nablus werden aktuell verschiedene Kunstartikel entwickelt und angeboten. Auch unsere Tshirts, geschreddert im Banksy- Style, erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Jahreszeit geschuldet wurde vor dem shop ein Regen- und Windschutz angebaut. Aktuelle Informationen sind nach wie vor auf Facebook unter „Shop behind the wall“ zu finden.
Wir freuen uns über Volontäre, die in dieser spannenden Region unseren shop unterstützen möchten und bitten bei Interesse um eine mail an: shopbehindthewall@gmail.com.
Network of Photographers for Palestine
Ursula Mindermann, Vizepräsidentin der DPG, unterstützt die Arbeit des NPP durch ihre Mitgliedschaft im Vorstand des NPP und die Vernetzung nach Deutschland. Als Fotografin war sie bisher mit prämiierten Bildern an vier Ausstellungen des NPP beteilgt.
Im Network of Photographers for Palestine (www.NPPalestine.org) sind viele FotografInnen aus Palästina, aber auch aus Schottland, wo das NPP seinen Sitz hat, aus Amerika und aus Deutschland vereint. Vereint im Bestreben, außergewöhnliche Ausstellungen zum Thema „Palästina“ zu generieren, FotografInnen zu fördern und zu vernetzen. Das NPP versteht sich auch als Netzwerk, in dem Bilder verschiedener FotografInnen über den Alltag und das Leben im besetzten Palästina zu informieren und Ausstellungen zu ermöglichen.
Alle Ausstellungen werden vom NPP öffentlich ausgeschrieben und FotografInnen werden dazu aufgerufen, sechs ihrer jeweils passenden Bilder zu einem bestimmten Thema zu präsentieren. Eine unabhängige Jury prämiiert eine Auswahl der eingereichten Bilder, die anschließend vom NPP veröffentlicht werden. Näheres dazu ist auch auf Facebook zu finden.
Ausstellungen wurden vom NPP bisher in Bethlehem, Birzeit, Al Msara, Kopenhagen, Köln, Tunis, Osaka, London und natürlich in vielen Städten Schottlands organisiert. Die Corona-Pandemie führte dazu, die Ausstellungen in den virtuellen Raum zu verlagern. Bisher wurden die Ausstellungen „Humans of Palestine“, „Home away from Home“ und jetzt auch „Art of the Wall“ auf der digitalen Plattform „kunstmatrix“ eingestellt.
So beschreibt sich die NPP: „Wir sind ein Netzwerk von AktivistInnen und FotografInnen, die versuchen, palästinensischen FotografInnen ein weltweites Publikum zu bieten. Auf diese Weise erzählen wir die Geschichte Palästinas, wie sie jetzt erlebt wird. Wir sind uns bewusst, dass die fotografische Darstellung Palästinas in den Mainstream-Medien oft voreingenommen und tendenziell ist. Wir versuchen, diese Tendenz zu korrigieren und andere Aktivisten zu ermutigen, dies ebenfalls zu tun. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit besteht darin, Besuche palästinensischer FotografInnen in Schottland zu erleichtern. Wir können Sie mit unseren Kontakten in Palästina in Kontakt bringen und Sie in Fragen wie Visumanträgen, Reiserouten usw. beraten. Wenn Sie Palästina besuchen möchten, können wir Ihnen auch Reisehinweise und Kontakte in Palästina geben, die Sie möglicherweise interessieren.“
Im DPG-Rundbrief November I finden Sie weitere Informationen zum NPP.
Update vom 31.01.2021:
Buchrezension: „Home Away From Home – Voices from the Palestinian Diaspora“
„Gefangen zwischen zwei Wolken bin ich
Weder besitze ich das Exil
noch kann ich die Heimat berühren.“ – Khaled Shomali
Wie fühlt man sich – fern der Heimat? Was ist Heimat?
Das internationale Netzwerk „Network of Photographers for Palestine“ kuratierte und editierte das gerade erschienene Buch über Menschen, die ihre Geschichte erzählen, Menschen, die aus Palästina geflohen sind oder palästinensische Wurzeln haben. Drei renommierte Fotografen (Najib Joe Hakim aus San Francisco, Craig MacLean aus Edinburgh und Ursula Mindermann aus Telgte) portraitieren 21 in der Diaspora lebende PalästinenserInnen und lassen sie jeweils ihre eigene Geschichte erzählen. Ob in San Francisco, Schottland oder Deutschland lebend, ob in Palästina oder im Ausland geboren oder aufgewachsen, drücken die Porträtierten fern der Heimat ihre Sehnsucht und Verbundenheit mit Palästina nicht nur verbal aus. Ihre Liebe zur eigentlichen Heimat, obwohl sie in der Diaspora längst eine neue Heimat gefunden haben, durchzieht sich wie ein roter Faden durch diese einzigartige und großartige Dokumentation. Die lange physische Entfernung von der Heimat wird durch die starke Bindung an der eigenen Geschichte und Kultur und durch das Festhalten an der eigenen Identität verkürzt. So schreibt der in Deutschland lebende Haider Khala: „Ich habe keinen palästinensischen Pass, würde aber alles dafür zahlen, ihn zu bekommen“. Die dargestellten Personen dürften durchaus als repräsentativ für die zig-Hundertausende zwangsweise in der Diaspora lebenden PalästinenserInnen gelten, nicht im statistischen Sinne, vielmehr in der Erinnerung an die geliebte Heimat.
Individuell im eigenen Stil bereichern die Fotograf/in die Porträts mit Kommentaren aus der ersten Person, was dem Leser eine besondere Nähe ermöglicht, wenn man in die Augen ihrer Motive schaut. In der Arbeit von Najib Hakim können die Erzählungen mittels QR-Code auf dem smartphone angehört werden. Geschrieben wurde das Buch in englisch, im Anhang befindet sich eine arabische und deutsche Übersetzung. Das reich bebilderte und hochwertig gedruckte Buch hat 66 Seiten und ist erhältlich unter www.nabalifairkost.com oder bei Ursula Mindermann (u.mindermann@web.de) direkt und kostet 18,90 Euro. Als ebook ist das Buch bei www.magcloud.com herunterzuladen und kostet ca. 7 Euro. Herausgegeben wurde das Buch vom Network of Photographers for Palestine, einer NGO mit Sitz in Edinburgh (www.nppalestine.org). Hierhin gehen auch alle Einnahmen dieser Publikation für weitere Projekte und die Fortsetzung dieser Dokumentation.
Network of Photographers for Palestine
Die Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen-Gesellschaft e.V. kuratiert und präsentiert eine Fotoausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza. Die Ausstellung wurde von einer Jury des schottischen Fotografen-Netzwerkes Network of Photographers for Palestine ausgewählt und im März 2024 zum ersten Mal in Edinburgh präsentiert. Als Mitglied der Jury wird Ursula Mindermann in die Ausstellung einführen und Fotografen vorstellen.
Die Bilder zeigt Eindrücke aus Gaza vor dem Massaker der Hamas am 7.10.2023 und das Ausmaß der Zerstörung durch das israelische Militär sowie den Alltag der dort lebenden, immer wieder vertriebenen Menschen.
Ergänzt wird die Ausstellung um aktuelle Bilder aus Gaza vom Fotografen Mohammed al Hajjar.
Ferner stellt Ursula Mindermann das Buch „Eine Million Drachen“ vor. In diesem Buch kommen Kinder zu Wort, die in ergreifenden Gedichten über ihr Leben und ihre Gedanken in Gaza in dem andauernden zerstörerischen Krieg berichten.
Die Ausstellung und der Vortrag kann über Ursula Mindermann (mindermann@dpg-netz.de) gebucht und ausgeliehen werden.