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Date: 2007-08-29 10:42:34
Radiosendungen zum Thema Israel/Palästina

Liebe Palästina-Interessierte,
an dieser Stelle möchten wir Euch auf zwei Radiosendungen zum Thema Israel/Palästina im September im Deutschlandfunk (am 22.9.) aufmerksam machen. Zum einen eine sogenannte Lange Nacht zum Palästinakonflikt und dann ein Feature zum Trauma der Besatzer über israelische Soldaten in den besetzten Gebieten.

Schöne Grüße
Stephan Lanzinger
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Erobert, besetzt, besiedelt

Eine Lange Nacht zum Palästinakonflikt

Moderation: Karin Beindorff

Am frühen Morgen des 5. Juni 1967 griffen israelische Kampfflugzeuge überraschend die Militärflughäfen Ägyptens, Syriens und Jordaniens an. Die Luftwaffen dieser Länder waren in wenigen Stunden nahezu vollkommen zerstört. Israelische Truppen besetzten daraufhin in den folgenden fünf Tagen den Sinai, die Golanhöhen, Ostjerusalem und die Westbank, die Jordanien seinerseits 1948 okkupiert hatte. Dieses Westufer des Jordans sollte laut Teilungsplan der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1947 zum palästinensischen Staat gehören - ein Staat der nie zustande kam und um den bis heute gerungen wird. Den meisten Israelis erschien der Sieg im Sechstagekrieg wie ein Wunder, im Ausland rief er Bewunderung für die Stärke des in seiner Geschichte zuvor so furchtbar geschlagenen Volkes hervor. In den damals eroberten Gebieten wohnen heute hinter Stacheldraht bewacht rund zehn Prozent der jüdisch-israelischen Bevölkerung. Diese Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal und machen eine friedliche Zweistaatenlösung unmöglich. Die Lage der palästinensischen Bevölkerung wurde von Jahr zu Jahr dramatischer: Aufstand und Terror, Flucht und Bruderkämpfe sind die Folgen. Der Hass in Palästina sitzt tief. Können aus Feinden noch Nachbarn werden, gar Freunde? Die "Lange Nacht" diskutiert die Folgen des Sechstagekrieges für die Zukunft von Israelis und Palästinensern.

Deutschlandfunk 22.9. 23:05 - 2:00
Deutschlandradio Kultur 22.9. 0:05 - 3:00

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Das Trauma der Besatzer
Israelische Soldaten brechen das Schweigen (Ursendung)
Von Kai Adler

Voller Idealismus traten sie ihren Militärdienst an, überzeugt davon, Israel könne sich nur durch Militärpräsenz in den palästinensischen Gebieten gegen Krieg und Terror wehren. Sie wollten "gute Besatzer", moralisch handelnde Soldaten, sein, doch Menschenrechtsverletzungen und Übergriffe durch die israelische Armee sind in Gaza und im Westjordanland an der Tagesordnung.

Mit der Organisation "Shovrim Shtika" wollen sie publik machen, was sie erlebten - der Alltag jenseits des Sperrwalls ist in Israel bis heute ein Tabu. Doch die jungen Soldaten wollen nicht nur die politische Situation vor Ort anprangern, sondern auch zeigen, wie Menschen durch einen Militärapparat zu dem werden, was einer der Soldaten als "Puppets on a String" bezeichnet.

Regie: Gabriele Brennecke
Darsteller: N.N.
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2007
Länge: ca. 54'30

Kai Adler, geboren 1970 in Köln, studierte Philosophie und Literaturwissenschaft. Arbeitet seit 2000 für Presse, TV und Hörfunk. Zuletzt: "Wir sind die Schwarzen Israels" (WDR 2006).

Deutschlandradio Kultur 22.09.2007 · 18:05 Uhr


 
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