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Martin Breidert zur Reise der EKD-Delegation ins "Heilige Land" Drucken
... durch Zufall lese ich von  der Reise der EKD-Delegation ins "Heilige Land" (http://www.presseportal.de/pm/55310/2619686/reise-ins-heilige-land-delegation-des-rates-der-ekd-besucht-israel-und-palaestina), das leider ein sehr unheiliges Land ist (vgl. DVD-Film "Die eiserne Mauer"!).  

Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Delegation nicht nur mit den genannten Organisationen trifft und  einen obligatorischen Besuch in Yad Vashem macht, sondern auch - horribile dictu - versucht hätte, in den von der Außenwelt abgeschnittenen Gazastreifen zu fahren,  wo  nicht nur  einige Christen unter der  völkerrechtswidrigen Blockade leiden, sondern 1,7 Millionen Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen ums Überleben kämpfen.


Ich hätte mir gewünscht,  die Delegation wäre mit  der NGO medico international ins Jordantal gefahren, z. B. nach Jiftlik, wo Menschen vertrieben werden, um israelischen Kolonialisten Platz zu  machen.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Delegation nach Hebron fährt, um vor Ort zu sehen, wie Siedlergewalt (vgl. die monatlichen Berichte der UN-Organisation OCHA) im Zusammenspiel mit dem israelischen Militär tödliche Angst und Schrecken verbreitet, um Hebron  "araberrein"  zu machen  (vgl. Buch und Internet-Ausstellung  der israelischen Soldatenorganisation "Breaking the Silence", wo  die Hausinschrift dokumentiert ist "The Arabs to the gaschambers").

Der  von Ihnen in der Presserklärung   beschriebene Besuch hat die Funktion einer Alibi-Veranstaltung und wird der  heute real existierenden Situation, die durch  Missachtung der Menschenrechte und des Völkerrechts gekennzeichnet ist,  in keiner Weise gerecht. Eine prophetische Aufgabe der Kirche stelle ich mir anders vor.  

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Der Delegation gehört auch das EKD-Ratsmitglied Frau Marlehn Thieme bei, die zugleich Vorstandsmitglied der Deutschen Bank ist, von der ich vermute, dass sie in Geschäfte  mit Firmen  verwickelt ist, die in den von Israel besetzten Gebieten investieren.

Zur Erläuterung dessen, was ich meine, füge ich einen Briefwechsel mit dem Ökumenereferenten des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten bei (s. unten).

Mit freundlichen  Grüßen
Dr.theol. Martin Breidert
Dozent em. Pfarrer i.R.
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