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Osnabrücker vertreten Palästina Drucken

Studenten bei UN-Simulation in New York – Bald auch Planspiel in Osnabrück

 (Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 14. Mai 2012)

Osnabrück. Neun Studenten der Universität Osnabrück sind nach New York zur Simulation der Vereinten Nationen, der „National Model United Nations“ (NMUN) gereist, um dort Palästina zu vertreten. Nach erfolgreichem Auftritt wollen sie nun das Planspiel auch in Osnabrück durchführen.

Wenn als erster Tagesordnungspunkt der Generalversammlung der Vereinten Nationen jedes Land aufgerufen wird, heißt es: „Present and voting“, anwesend und stimmberechtigt. Ein Land mit Beobachterstatus ist allerdings lediglich „present“. Doch als nun in New York der Staat Palästina aufgerufen wurde, hieß es plötzlich frei übersetzt: „Die Delegation des besetzten palästinensischen Gebietes ist anwesend und fordert, da es von mehr als 130 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen anerkannt wird, das Recht, seine Stimme abzugeben.“ Weiter kamen die Osnabrücker Studenten nicht, denn hier schritt der Vorsitzende ein und unterbrach sie. Ein sicherlich gewagter Auftritt, den die Osnabrücker Studenten bei der Model United Nations in New York ablieferten – für den sie aber viel Anerkennung erhielten.

Eine „MUN“ ist eine Simulation der Vereinten Nationen, bei der Studenten in die Rolle von UN-Diplomaten schlüpfen. In dem Planspiel geht es nicht darum, die eigene Meinung zu vertreten, sondern sich wirklich in die jeweiligen Positionen des Landes einzufühlen. Eine plötzliche Kooperation zwischen den USA und Iran ist also nicht im Sinn der „Model United Nations“.

Höhepunkt der Simulation ist schließlich ein Treffen der verschiedenen Delegationen in New York – etwa 5000 junge Menschen aus der ganzen Welt kommen hier zusammen.

Auf Initiative der beiden Promotionsstudenten Marco Athen und Marianne Schürheck haben sich neun Studenten aus Osnabrück ein Semester lang auf ihren Auftritt vorbereitet. „Wir konnten ein Wunschland angeben und hatten Glück“, sagt Arne Schmieke. Die Osnabrücker sollten Palästina vertreten. Wieso ausgerechnet Palästina? „Wir fanden Palästina besonders spannend, da es kein voll anerkanntes Mitglied ist und der Nahostkonflikt ständig Thema in den Medien ist“, erläutert der 22-jährige Jurastudent.

Bei der inhaltlichen Vorbereitung wurden die Studenten nicht nur von ihren Coaches, sondern auch von Nazih Musharbash von der Osnabrücker Regionalgruppe der Deutsch-palästinensischen Bewegung unterstützt. „Eine wirklich tolle Zusammenarbeit“, sagt Schmieke.

Gemeinsam erarbeiteten die Studenten Positionspapiere, zum Beispiel zur Durchsetzbarkeit einer Biowaffenkonvention oder zum Einsatz von klein- und leichtkalibrigen Waffen in Afrika. Nach gruppeninternen Übungen und einem Probelauf bei der Hamburger MUN ging es im April nach New York, wo sich die Osnabrücker Studenten gut schlugen. Doch nun haben sie ein weiteres Ziel: eine eigene UN-Simulation. Und zwar hier, in Osnabrück.

„Im Januar gab es schon eine OsnaMUN, allerdings war diese uniintern“, sagt Arne Schmieke. Doch die Studenten wollen nun Schüler für die Arbeit der Vereinten Nationen interessieren. „Wir sind in Osnabrück an die Gymnasien gegangen und haben uns dort in den Oberstufenklassen vorgestellt“, erzählt der Student. Am 1. und 2. Juni kommen die Schüler im Institut für europäische Rechtswissenschaft (ELSI) zusammen, ein bis zwei Schüler vertreten dann ein Land zum Thema Abrüstung und Nichtverbreitung von Kernwaffen. „Ich habe selbst als Schüler in Oldenburg bei der OL-MUN“ mitgemacht“, erinnert sich Arne Schmieke. Sorge, sich zu blamieren, muss niemand haben – man kann sich bei dem Planspiel ja auch etwas zurückhalten, quasi selbst auf Beobachterstatus setzen.

Anmeldungen werden noch bis zum 27. Mai angenommen unter der Mailadresse Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

 

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