Palästina Journal
Home
Hintergrundberichte
Kommentare
Stellungnahmen
Aufrufe
Zahlen & Fakten
Buchtipps
Features & Interviews
Palästina-Journal (PDF)
DPG
Über uns
Kontakt
Regionalgruppen
Mitglied werden
Impressum
Services
Veranstaltungskalender
Info-Service
Gästebuch
Links
 
Normalität findet nicht statt - Vortrag über den Alltag der Palästinenser Drucken

OSNABRÜCK. Der Politiker Nazih Musharbash hat in der Volkshochschule Osnabrück Israel vorgeworfen, den Alltag der Palästinenser gezielt zu beeinträchtigen. „Ihre Situation ist deprimierend. Normalität findet nicht statt."

Nazih Musharbash wurde 1946 in der jordanischen Hauptstadt Amman geboren und wuchs in den palästinensischen Städten Bethlehem und Beit Jala auf. Er ist Ratsherr in Bad Iburg und Kreistagsabgeordneter. Für die SPD saß er im Niedersächsischen Landtag. Außerdem ist der Politiker Vorsitzender der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft Osnabrück, die die Vortragsreihe „Israel und Palästina" in Kooperation mit der VHS und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Osnabrück organisiert.

Das Gebiet der Palästinenser bestehe aus 16 Enklaven, die teilweise komplett von einer neun Meter hohen und 800 Kilometer langen Mauer eingegrenzt seien, rührte Nazih Musharbash in seinem Vortrag aus. Die Bewohner dürften ihre Dörfer nur mit Genehmigungen der israelischen Besatzer verlassen. Das israelische Militär sorge dafür, dass die palästinensische Bevölkerung keinen Zugang zu den Wasserressourcen vor Ort bekomme. Das Regenwasser werde für die israelischen Siedler benutzt. In Jerusalem regne es öfter als in Berlin.  Wasserknappheit sei also kein Thema. Dennoch müssten die Palästinenser das Wasser zu überhöhten Preisen von israelischen Geschäftsleuten kaufen. Nazih Musharbash brachte viele belegbare und bekannte Beispiele, die die untragbare Situation der Palästinenser beleuchten. Er sagte auch, der Staat Israel habe zwei unterschiedliche Rechtssysteme  eingerührt. Israelis und Palästinenser werden unterschiedlich behandelt, sagte er und schlussfolgerte: „Dies ist ein System des Rassismus und der Apartheid." Die Drangsalierungen der Palästinenser verfolgten den Zweck, die besetzten Gebiete ethnisch zu säubern, um dort israelische Bürger anzusiedeln und eine „irreversible Kolonialisierung" zu schaffen.

Obwohl nach dem Vortrag emotional diskutiert und der Vorwurf des Antisemitismus geäußert wurde, erhielt Nazih Musharbash überwiegend Zustimmung für seine Worte.

Am 3. Mai spricht in der VHS der Gesandte der israelischen Botschaft, Emmanuel Nahshon zum Thema.

Neue Osnabrücker Zeitung 12.04.2011

 

 

< Zurück   Weiter >
 
Spendenaufruf
Veranstaltungskalender
30.03.17 -
The Wall - Bilder aus Pslästina
27.04.17 -
Film mit Diskussion "We Are Here"
09.05.17 -
Lesung: Während die Welt schlief
10.05.17 -
Während die Welt schlief
18.05.17 -
Die Ohnmacht der Mächtigen, wie geht die Weltgemeinschaft, insbesondere Europa ...
06.06.17 -
Klavierspieler von Yarmouk
06.06.17 -
Gedichte und Lyrik von Mahmud Darwish
12.06.17 -
Antisemitismus und Antisemitismusdebatten - Reflexion statt Reflexe
KOPI - Online
Nakba-Ausstellung

© 2017 DPG e.V.