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Gemeinsame Erklärung zum Israel-Palästina-Konflikt Drucken

Die Friedensstadt Osnabrück - ein Brücke zwischen Israelis und Palästinensern
Sechs Gesellschaften erarbeiten eine Erklärung zum Israel-Palästina Konflikt

Auf Wunsch der Vorsitzenden der sechs Kultur- und Friedensgesellschaften der Friedenstadt Osnabrück legte Nazih Musharbash einen Entwurf für eine "Gemeinsame Erklärung zum Israel-Palästina Konflikt" vor.

 Dabei galt es, kontroverse Aussagen zu vermeiden und nur gemeinsame Ansätze zu betonen, damit alle Gesellschaften dieser Erklärung beitreten sollten. Einvernehmlich erarbeiteten die 6 Vorsitzenden folgender Kultur- und Friedensgesellschaften die endgültige Fassung zur Beratung und Verabschiedung in ihren Gremien:
1.    Hans-Calmeyer-Initiative
2.    Erich Maria Remarque Gesellschaft
3.    Felix-Nussbaum Gesellschaft
4.    Förderkreis der Osnabrücker Friedensgespräche
5.    Deutsch-Israelische Gesellschaft - AG Osnabrück
6.    Deutsch-Palästinensische Gesellschaft - RG Osnabrück und Umgebung

Zur Überraschung der anderen 5 Vorsitzenden, bestand die DIG darauf, dass die Erklärung eine Klausel zum "jüdischen Staat" beinhalten sollte. Die übrigen Vorsitzenden wollten diesem Vorschlag nicht folgen und so wurde die gemeinsame Erklärung mit folgendem Zusatz der Presse übermittelt:
„Die Arbeitsgemeinschaft Osnabrück der Deutsch-Israelischen Gesellschaft heißt die in der Erklärung angestrebten Ziele vollumfänglich gut und unterstützt sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten; allerdings sieht sich der Vorsitzende in Anbetracht der fragilen politischen Situation nicht im Stande, eine gemeinschaftliche Erklärung zum jetzigen Zeitpunkt zu unterzeichnen.“
Über diese Haltung der AG OS DIG zeigen sich die Unterzeichner der 5 Gesellschaften sehr enttäuscht. Dennoch hoffen sie auf weitere Zusammenarbeit.

Gemeinsame Erklärung zum Israel-Palästina-Konflikt
 Die Friedensstadt Osnabrück - eine Brücke zwischen Israelis und Palästinensern
Dem Gedanken des Westfälischen Friedens verpflichtet erklären die Osnabrücker Gesellschaften: Hans Calmeyer-Initiative, Erich Maria Remarque-Gesellschaft, Felix-Nussbaum-Gesellschaft, Förderkreis der Osnabrücker Friedensgespräche, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft und Deutsch-Israelische Gesellschaft (s. den Zusatz am Ende der Erklärung) zum Israel-Palästina-Konflikt Folgendes:
Zur Lösung des Israel-Palästina-Konflikts gibt es auf der internationalen Ebene viele brauchbare Initiativen und Pläne, die jedoch von den streitenden Parteien noch nicht akzeptiert werden. Die große Mehrheit der Israelis und Palästinenser sehnt sich nach Frieden. Beide Völker haben Anspruch darauf, ihr Leben in Frieden und gegenseitigem Respekt, in Würde und Sicherheit zu gestalten, auch und gerade dann, wenn ihre politischen Kräfte hierzu nicht in der Lage sind. Für einen dauerhaften und umfassend gerechten Frieden ist es entscheidend, dass Israelis und Palästinenser in Sicherheit ohne Terror und Besatzung bei gegenseitiger Anerkennung der jeweiligen Existenzberechtigung in zwei souveränen Staaten leben können. Dazu gehört u.E. auf Dauer auch eine Wirtschaftsgemeinschaft, der Syrien, Libanon, Jordanien, Israel und Palästina angehören könnten.
Wir verstehen uns als Anwalt der israelischen und palästinensischen Bevölkerung und setzen uns für die strikte Einhaltung der Menschenrechte und für gegenseitige menschliche Akzeptanz ein. Israelis und Palästinenser kennen sich – von Ausnahmen abgesehen – oft nicht als gleichberechtigte Bürger. Sie nehmen sich lediglich als Besatzer oder Terroristen wahr. Es ist an der Zeit, diese einseitige Wahrnehmung zu durchbrechen, um dadurch den Menschen auf beiden Seiten zu friedlichem Handeln zu verhelfen.
 
Unseren Möglichkeiten entsprechend konzentrieren wir unsere Ziele vor Ort auf konkrete Maßnahmen, die wir hier initiieren und fördern können. Dazu gehören: - ein regelmäßiger Schüler/innen–Austausch zwischen Israel, Palästina und Osnabrück, Hochschulpartnerschaften, kulturelle Begegnungen, und Unterstützung und Umsetzung einer Drei-Städte-Partnerschaft; - Begegnungen zwischen Israelis und Palästinensern und zwischen christlichen, jüdischen und muslimischen Gemeinden vor Ort;  - Förderung von Reisen und Kontakten und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel, Palästina und Osnabrück; und - eine konstruktive Öffentlichkeitsarbeit und Mahnung zur Einhaltung von Menschenrechten.
 
Osnabrück, 15. Januar 2010  
Rektor Nazih Musharbash  (RG Osnabrück - 1. Vors. der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft)
StR Peter Niebaum  (1. Vors. der Hans-Calmeyer-Initiative)
Jens Raddatz (Vorstand der Erich Maria Remarque Gesellschaft)
OStR Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler  (1. Vors. der Felix-Nussbaum-Gesellschaft)
Prof. Dr. Reinhold Mokrosch (1. Vors. des Förderkreises der Osnabrücker Friedensgespräche)


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