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Knessetsprecher: Errichtung Israels verursachte bei den Arabern ein wirkliches Trauma Drucken
Der Knessetsprecher Reuven Rivlin (Likud) ruft zu einem grundsätzlichen Wandel in den Beziehungen zwischen Juden und Arabern  in Israel auf und drängt zur Gründung einer „wahren Partnerschaft“ zwischen den beiden Gruppen auf, die sich auf gegenseitigen Respekt, absoluter Gleichheit und auf die speziellen Bedürfnisse und den einzigartigen Charakter jeder Seite gründet.

Man hatte von Rivlin erwartet, dass er in einer Adresse, die er am Montag in der Residenz des Präsidenten in Jerusalem verkündete, all dies sagen würde. In seiner Rede sollte Rivlin sagen, dass die Errichtung Israels  mit viel Schmerz und Leid  und einem wirklichen Trauma für die Palästinenser verbunden war ( zum großen Teil dank der Kurzsichtigkeit der palästinensischen Führung). Viele der israelischen Araber, die sich selbst als Teil des palästinensischen Volkes sehen, empfinden das Leid ihrer Brüder und Schwestern jenseits der grünen Linie, Leid, für das sie den Staat Israel verantwortlich machen.
„Viele von ihnen,“ sagt Rivlin, „sehen sich dem Rassismus und der Arroganz von Israels Juden ausgesetzt; die Ungleichheit bei der Verteilung von Staatsgeldern lässt auch nicht eine besondere Zuneigung aufkommen.“
Nach Rivlin ist Israels arabische Bevölkerung ein untrennbarer Teil dieses Landes. Es ist eine Gruppe mit einer betont gemeinsamen nationalen Identität und die auf immer als Kollektiv einen bedeutsamen integralen Teil der israelischen Gesellschaft darstellen wird.
Rivlin bemerkt, die meisten arabischen Bewohner Israels weigern sich, die Idee zu akzeptieren, dass Israel das Heim des jüdischen Volkes sei. Er fügt hinzu, dass einige der arabischen Führer innerhalb Israels sich mit den schlimmsten Feinden Israels verbünden und gegen Israel hetzen.
„Die arabische Bevölkerung ist ein untrennbarer Teil unserer Heimat,“ doch – fügt er hinzu – „wir die Juden müssen eine klare Botschaft aussenden, dass es für uns offensichtlich sei, dass unsere Heimat auch ihre Heimat sei und dass wir beabsichtigen, mit ihnen zusammen zu leben und dass wir alle Aufrufe zur zwangsweisen Immigration oder gar Vertreibung zurückweisen.

„Das irgendwie europäische Ziel, das die meisten von uns haben, neben einer zionistischen Minderheit zu leben, die mit leuchtenden Augen die Nationalhymne singt, wird in unserem Nahen Osten keine Realität werden, Wir können nicht vorgeben oder hoffen, dass unsere Nachbarn weggehen werden, selbst wenn wir das Fensterschließen. Außerdem sollten wir dies nicht tun. Wir müssten sie so sehen wie sie sind und ihnen sagen, dass wir sie akzeptieren, wie sie sind und eine wahre Partnerschaft mit ihnen versuchen.

Haaretz Service, 3.August 2009

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