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Drei Fragen an … Shir Hever Drucken

Shir Hever ist Spezialist für Wirtschaftsfragen in Israel und Palästina und arbeitet beim Alternative Information Center (AIC), www.alternativenews.org, einer international ausgerichteten palästinensisch-israelischen Aktivisten-Organisation. Am 11.-12. Oktober 2008 hielt Shir zwei Referate für die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft bei einem Treffen in Bonn.

Wie ist die derzeitige ökonomische Situation in Israel und in Palästina?
Die derzeitige ökonomische Situation in Israel und in Palästina ist sehr unterschiedlich. Israel ist insgesamt gesehen eines der reichsten Länder der Welt, während die Palästinenser in den besetzten Gebieten in einem Zustand schwerer ökonomischer Krise sind, wobei der größte Teil der Bevölkerung unter der internationalen Armutsgrenze lebt.
Eines jedoch ist beiden Ökonomien gemeinsam, nämlich dass der Konflikt gefährliche und unhaltbare Entwicklungen hervorgerufen hat.
Die israelische Wirtschaft scheint trotz des Konflikts (und trotz der internationalen Finanzkrise, die wir derzeit erleben) zu prosperieren. Diese Prosperität wird allerdings nur von einer sehr kleinen Gruppe wahrgenommen, in den obersten Rängen der israelischen sozio-ökonomischen Hierarchie. Israels Maß an Ungleichheit hat einen Höchstwert erreicht: Während mehrere starke Firmen (von denen die Waffen- und die Sicherheitsfirmen vor allem zu nennen sind,  die mit Israels Prestige handeln, indem sie die Palästinenser bekämpfen) den Durchschnitt weiterhin nach oben treiben, sind die Armuts-, Arbeitslosigkeits- und Verbrechenszahlen seit der Zweiten Intifada kontinuierlich gestiegen.
Zu den Anzeichen der zerfallenden israelischen Gesellschaft gehören geringe Wahlbeteiligungen, ein Rückgang der Rekruten im israelischen Militär, eine große Zahl von jungen Israelis, die das Land verlassen möchten und eine riesige Zahl von israelischen Akademikern, die sich Arbeit im Ausland suchen.

*
Die palästinensische Wirtschaft hat es derzeit mit anderen Hindernissen zu tun. Der Gazastreifen ist so unter Belagerung, wie es in 41 Jahren der Besatzung nicht vorgekommen ist. Seine Ökonomie ist zum Stillstand gekommen und selbst humanitäre Hilfe schafft es kaum dorthin, um eine Hungersnot unter den 1,5 Millionen Einwohnern von Gaza zu verhindern. Der Gazastreifen ist zum größten Gefängnis der Welt geworden, einfach deshalb, weil Israel sich weigert, die Hamas-Regierung anzuerkennen.
Die Westbank wird gegenwärtig von einer nicht regierten Regierung regiert, die von der Unterstützung Israels und der Vereinigten Staaten abhängig ist, um die Palästinenser unter Kontrolle zu halten. Der Ministerpräsident Salam Fayyad lädt internationale Investoren ein, in die palästinensische Ökonomie einzusteigen und versucht, einen privaten Wirtschaftssektor in einer Region zu fördern, die bis jetzt nicht einmal souverän ist. Um Investoren anzulocken (und ihre Sorgen zu beschwichtigen, in eine Konfliktregion zu investieren), verharmlost Fayyad die harten Bedingungen, die die israelische Besatzung den Palästinensern auferlegt - Einschränkungen der Bewegung von Menschen, Rohstoffen und Gütern, Häuserzerstörungen, Baumentwurzelungen, Landnahme und Gewalt gegen unbewaffnete Zivilisten.  
Die Situation der palästinensischen Wirtschaft führt so zu einer Abtrennung von Teilen der palästinensischen Gesellschaft. Die Menschen aus Gaza sind von den Menschen in der Westbank abgeschnitten und die Reichen (die, die von Fayyads Privatsektor-Initiative profitieren) sind abgeschnitten von der großen Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung.

In Deinem Referat sprachst Du über zwei Wege für die Zukunft, einen gewaltsamen und einen eher gewaltlosen. Kannst Du Dein Statement zu diesem Thema zusammenfassen?
Eines der Güter, die in Palästina knapp werden, ist die Hoffnung. Die internationale Gemeinschaft hat den Palästinensern gesagt, sie sollen demokratische Wahlen abhalten, um autorisierte Vertreter in den Verhandlungen zu haben. Dann aber war die internationale Gemeinschaft nicht erfreut über den Ausgang dieser Wahlen und verhängte Sanktionen gegen die demokratisch gewählte Regierung. Gleichzeitig hat es die internationale Gemeinschaft nicht vermocht, internationales Recht auf Israel anzuwenden und Israel hat sich weiterhin Land in der Westbank angeeignet, illegale Siedlungen gebaut und den Palästinensern neuerliche Beschränkungen sowie ständige Bewachung auferlegt.
Indem sie sich isoliert, betrogen und unterdrückt fühlen, beginnen viele Palästinenser zu glauben, dass Gewalt ihre einzige Handlungsmöglichkeit ist. Ihre militärischen Möglichkeiten scheinen im Vergleich mit der israelischen Armee erbärmlich unzulänglich zu sein, wenn jedoch die Eskalationen anhalten wird der palästinensische Widerstand letzten Endes die Oberhand gewinnen und die Besatzung niederbringen, vielleicht sogar den ganzen israelischen Staat, ganz einfach deshalb, weil die Israelis viel mehr zu verlieren haben in diesem Kampf. Viele Israelis würden lieber das Land verlassen als immer weiter eskalierende Ebenen von Gewalt und Terrorismus in Kauf zu nehmen.
Dies ist das pessimistische Szenario, weil es ein Szenario mit viel Blutvergießen ist, die Schaffung einer neuen Generation von Flüchtlingen und die Schaffung eines palästinensischen Staats, der auf Gewalt gegründet ist. Die Geschichte hat uns gelehrt - in Algerien, Jugoslawien und Israel - dass nationale Befreiungen, die mit zu viel Blut und Kampf erkauft worden sind, in nicht-demokratischen Staaten enden, die die diskriminierenden und unterdrückenden Praktiken reproduzieren, gegen die sie einst rebelliert hatten.
*
Das eher optimistische Szenario ist dennoch weit entfernt von einer utopischen Lösung. Es impliziert eine andere Art von Kampf gegen die Besatzung. Immer mehr Palästinenser sagen, dass sie das Vertrauen in die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) verloren haben und dass es ihnen so vorkommt, als ob die PA zu einem nützlichen Werkzeug geworden ist, mit dem Israel die Besatzung aufrecht erhält. Einige Palästinenser im Gazastreifen, in der Westbank und sogar innerhalb Israels suchen nach einer anderen Lösung und viele schlagen vor, den Kampf in einen gewaltlosen Kampf umzuformen und die Bürgerrechte von Israel zu verlangen.
Diese Initiativen sind tatsächlich sehr bedrohlich für Israels zionistisches Regime, denn sie versuchen, eine liberale egalitäre Demokratie in Palästina einzurichten, in der Juden und Palästinenser gleichberechtigt leben - und untergraben damit die Idee des jüdischen Staates.
Für die jüdische israelische Bevölkerung allerdings bietet diese Lösung das Ende eines Lebens in ständigem Konflikt, in Angst und moralischem Dilemma, und gibt Hoffnung darauf, dass am Ende der ursprüngliche Zweck, für den der Zionismus gegründet wurde, erfüllt wird, nämlich Juden die Möglichkeit zu geben, ein normales Leben zu führen, als gleichberechtigte Bürger in einem demokratischen Land.  
Tatsächlich hat Israel keine effektive Strategie, um einen solchen gewaltlosen Kampf abzuwehren - indem es den Palästinensern ihre Grundrechte verweigert, macht Israel sein  nicht-demokratisches Regime sichtbar.
Ein solches Szenario benötigt die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und tatsächlich breitet sich die Bewegung, die zu einem Kauf-Boykott Israels und zur Desinvestition aufrufen, in Europa und Nordamerika aus und demonstriert, dass ein gewaltloser Widerstand gegen Israels Besatzung effektiv sein kann.
Das Beispiel Südafrikas (und in einem geringeren Ausmaß Indiens) zeigt, dass, obwohl das Ende der Apartheid nicht die Gesamtlösung für die Probleme des Landes darstellte, es doch bestimmt die Mittel geschaffen hat, mit denen man die anderen Probleme auf gewaltlose Weise angehen konnte.
Auch wenn dieses Szenario die Jahrzehnte der Wut, des Hasses und des Ressentiments (auf beiden Seiten) nicht ausradieren wird und auch wenn die Wunden sicherlich viele Jahre brauchen werden, um zu heilen - der Hauptvorteil des demokratischen Staatsmodells liegt darin, dass es den Konflikt aus einem vornehmlich militärischen Konflikt zu einem vornehmlich politischen Konflikt umwandelt, einen, der mit politischen Mitteln beigelegt werden kann (Wahlen, Demonstrationen, Koalitionen, rechtliche Bestimmungen etc.).

Das Alternative Information Center ist nicht nur eine Quelle für Analysen und Nachrichten. Wie würdest Du die spezielle Rolle des Zentrums im allgemeinen Diskurs beschreiben?
In der Tat gibt es viele Organisationen, die Informationen und Analysen bereitstellen. Jeder, der mehr über Israels Kontrolle über die palästinensischen Gebiete wissen will, kann auf Knopfdruck eine Menge Informationen von Dutzenden von Quellen bekommen.
Das Alternative Information Center (AIC) versucht hier nicht, die definitive Quelle für Nachrichten von der Besatzung zu sein.
Das AIC ist zunächst einmal eine palästinensisch-israelische Partner-Organisation, und zwar eine der ältesten existierenden Organisationen dieser Art. Das Partnerschaftliche dieser Organisation ist ein Wesensmerkmal - unser Management und die Belegschaft bestehen aus Palästinensern und Israelis und wir haben Büros sowohl in Jerusalem als auch in Beit Sahour (nahe Bethlehem). Wir befassen uns nicht mit internen Verhandlungen, um zu versuchen, Kompromisse zwischen Israelis und Palästinensern zu erreichen als Simulation der Verhandlungen, die von Politikern geführt werden. Vielmehr sind wir eine Gruppe von ähnlich denkenden Menschen, die für ein gemeinsames Ziel zusammenarbeiten, und wir können aufrichtig sagen, dass unsere Auseinandersetzung im Interesse von uns allen ist, die wir in Demokratie, Gleichheit und Würde leben wollen.
Das AIC ist eine politische Organisation, obwohl es nicht zu einer bestimmten Partei gehört. Wir sind nicht nur eine Menschenrechtsorganisation oder eine Organisation für soziale Gerechtigkeit (obwohl beide dieser Punkte eine starke Priorität für uns haben), weil wir der Ansicht sind, dass die Verletzung von Rechten und die soziale Ungerechtigkeit in einer bestimmten Realität begründet sind (politisch, ökonomisch, sozial). Es geht uns darum, die Ursachen anzugehen, nicht nur die Symptome.
Das AIC ist nicht einfach eine Organisation, die gegen die israelische Besatzung kämpft, sondern beschäftigt sich auch mit Fragen jenseits der unmittelbaren Besatzung - wie etwa der nach sozialer Gerechtigkeit in beiden Gesellschaften, dem Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge und der Frage, wie es nach End der Besatzung weitergehen soll.
Um dieses Ziel zu erreichen betonen wir die Verbindung zwischen der politischen Situation (der Besatzung und der Diskriminierung von Nicht-Juden in Israel) und der gesellschaftlichen Situation (Geschlechter- und ökonomische Ungerechtigkeiten). Daher bilden wir Koalitionen mit Organisationen, die auf detailliertere Fragen spezialisiert sind und schaffen damit breitere Bündnisse für Gerechtigkeit sowie eine große Bewegung, um die Ungerechtigkeiten zu bekämpfen, die die palästinensische und die israelische Gesellschaft auseinander reißen.

(Interview und Übersetzung: Anis für DPG, 8.11.2008)

 

Three Questions for ... Shir Hever

Shir Hever is a specialist on economic issues for Israel and Palestine and works with the The Alternative Information Center (AIC), www.alternativenews.org, an internationally oriented joint Palestinian-Israeli activist organization. On October 11-12, Shir gave two lectures for the German Palestinian Society at a meeting in Bonn.

What is the current economic situation in Israel and in Palestine?

The economic situation in Israel and in Palestine is very different. Israel, in aggregate terms, is one of the wealthiest countries in the world, while the Palestinians in the Occupied Territories are in a state of severe economic crisis, with most of the population living under the international poverty line.
But one thing that is true to both economies is that the conflict has created dangerous and unsustainable trends.
The Israeli economy appears to prosper despite the conflict (and despite the international financial crisis that we are experiencing). However, this prosperity is only felt by a very small group, in the upper echelons of the Israeli socioeconomic hierarchy. Israel's levels of inequality have reached peak levels, and while several strong companies (most notable of which are the weapon and security companies that trade on Israel's prestige in fighting the Palestinians) continue to pull the averages upwards, poverty, unemployment and crime have been constantly rising since the Second Intifada.
Signs of the disintegrating Israeli society include low voting turnouts in the elections, a smaller amount of people who conscript to the Israeli military, large numbers of young Israelis that say they wish to leave the country, and massive numbers of Israeli academics leaving to find jobs abroad.
*
The Palestinian economy currently deals with a different set of obstacles. The Gaza strip is under siege, unprecedented in 41 years of occupation. Its economy has come to a halt, and even humanitarian aid is barely able to reach the strip and prevent mass famine among the 1.5 million living in Gaza. The Gaza strip has become the world largest prison, simply because Israel refuses to recognize the Hamas government.
The West Bank is currently governed by an unelected government, which relies on support from Israel and the United States in order to keep the Palestinians under control. The prime minister, Salam Fayyad, is inviting international investors to enter the Palestinian economy, trying to encourage a private sector economy in a region that is not even sovereign yet. In order to draw investors (and sooth their fears about investing in a conflict region), Fayyad is understating the harsh conditions imposed on Palestinians by the Israeli occupation - limitations on movement of people, raw materials and goods, destruction of houses, uprooting of trees, land confiscation and violence against unarmed civilians.
The situation of the Palestinian economy is thus creating a disconnection between parts of the Palestinian society. The people of Gaza are separated from the people of the West Bank, and the rich (those profiting from Fayyad's private sector initiatives) are separated from the vast majority of the Palestinian population.

In your speech you talked about two ways for the future, one violent and one rather nonviolent. Could you summarize your statement on this issue?
One of the commodities that is becoming scarce in Palestine is hope. The international community told the Palestinians they should hold democratic elections in order to have proper representatives in the negotiations, but then the international community wasn't pleased with the results of these elections, and placed sanctions against the democratically elected government. All the while, the international community has failed to implement the international law on Israel, and Israel has continued to grab lands in the West Bank, build illegal settlements and subject the Palestinians to new constraints and constant surveillance.
Feeling isolated, betrayed and oppressed, many Palestinians begin to believe that their only course of action is violence. Their military capabilities seem woefully insufficient compared to the strength of the Israeli army, but if escalation continues, the Palestinian resistance will eventually prevail, and bring down the occupation, maybe even the state of Israel completely, simply because Israelis have much more to lose in the struggle, and many Israelis would rather leave the country than face ever-escalating levels of violence and terrorism.
This is the pessimistic scenario, because it is a scenario with great bloodshed, the creation of another generation of refugees, and the creation of a Palestinian state based on violence. History taught us - with Algeria, Yugoslavia and Israel - that national liberation bought with too much blood and fighting end up creating non-democratic states that replicate the discriminating and oppressive practices against which they once rebelled.
*
The more optimistic scenario, is still far from being a utopian solution. It involves a different kind of struggle against the occupation. A growing number of Palestinians say that they have lost faith in the Palestinian Authority, and that they feel it has become a tool used by Israel to continue the occupation. Palestinians in the Gaza strip, the West Bank and even within Israel are looking for a different solution, and many of them propose to transform the struggle into a non-violent struggle demanding civil rights from Israel.
These initiatives are indeed very threatening to Israel's Zionist regime - they seek to establish a liberal egalitarian democracy in Palestine in which Jews and Palestinians will live as equals - hence undermining the idea of a Jewish state.
Yet for the Israeli Jewish population, this solution offers an end from a life of constant conflict, fear and moral dilemma, and hope to finally achieve the original purpose for which Zionism was founded - giving Jews the ability to live normal lives as equal citizens in a democratic country.
In fact, Israel has no effective strategy to deflect such a non-violent struggle - denying Palestinians their basic rights exposes Israel's non-democratic regime.
Such a scenario will need support from the international community, and indeed the movement calling for consumer boycott and divestments from Israel is rapidly spreading in Europe and North America and demonstrating that a non-violent resistance to Israel's occupation can be effective.
The example of South Africa (and to a lesser extent, India) shows that though the end of Apartheid wasn't a complete solution to the country's problems, it has certainly created the means of dealing with the other problems through non-violent means.
Although this scenario will not erase decades of anger, hatred and resentment (on both sides), and surely the wounds will take many years to heal, the main advantage of the democratic state solution is that it transforms the conflict from a primarily military conflict into a primarily political conflict, one which can be settled through political means (elections, demonstrations, coalitions, judicial rulings, etc.).

The Alternative Information Center is not only a source for analysis and news. How would you describe the specific role of the center in the general discourse?
Indeed, there are many organizations that provide information and analysis. In fact, anyone who is interested in knowing more about Israel's control over the Palestinian territories can, at the press of a button reach a great deal of information from dozens of sources.
In this context, the Alternative Information Center (AIC) does not attempt to become the definitive source of news on the occupation.
The AIC is, first of all, a joint Palestinian-Israeli organization, and one of the oldest such organizations in existence. The joint nature of the organization is a defining feature - our management and staff are both Palestinian and Israeli, and we have offices both in Jerusalem and in Beit Sahour (near Bethlehem). We do not engage in internal negotiations, attempting to reach compromises between Israelis and Palestinians in a simulation of the negotiations held by politicians, but we are a group of like-minded people working together for a joint purpose, and we can honestly say that our struggle is in the interests of all of us who wish to live in democracy, equality and dignity.
The AIC is a political organization, although it is not affiliated with any political party. We are not merely a human-rights organization or a social justice organization (although both issues rank high on our priorities) because we believe that violations of rights and social injustice stem from a certain reality (political, economic, social) and we strive to address the causes, not just the symptoms.
The AIC is not just an organization fighting against the Israeli occupation, but also considering questions beyond the direct occupation itself - such as social justice in both societies, the Right of Return of the Palestinian refugees and what should happen after the occupation is dismantled.
To do this, we stress the connection between the political situation (the occupation, and the discrimination of non-Jews in Israel) and the social situation (gender and economic inequalities). We thus form coalitions with organizations that specialize in more specific issues, in a process of creating broader coalitions for justice, and a large movement to fight the injustices that tear apart the Palestinian and Israeli societies.

(Interview Anis for DPG, 8.11.2008)

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