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Free-Gaza-Boote laufen in wenigen Tagen aus Drucken
Seit Jahren wird das Unternehmen auf mehreren Kontinenten geplant, in wenigen Tagen nun ist es so weit: Die Free-Gaza-Bewegung lichtet die Anker und nimmt von Zypern aus Kurs auf Gaza. Die internationalen Freiwilligen bringen unter anderem 200 Hörgeräte für die Atfaluna-Gesellschaft für gehörlose Kinder mit. Die einzige deutsche Mitreisende, Dr. Edith Lutz, hat die Geräte in Deutschland eingepackt. Eingeladen sind die etwa 40 Passagiere der "Free Gaza" und der "Liberty" von mehreren humanitären Organisationen und Einzelpersonen in Gaza. Nach der kürzlichen Pressekonferenz in Athen ist am 4.8. eine weitere in Nikosia geplant, bevor es auf die Fahrt geht. Jamal El Khudari, Vorsitzender des Bürgerkomitees gegen die Belagerung und Mitglied des palästinensischen Legislativrats, versicherte kürzlich bei einem öffentlichen Auftritt, dass viele Bürger des Gazastreifens mit Hoffnung auf den Event sehen und dass viele an der Küste stehen werden, um die Boote zu empfangen, ebenso wie Dutzende Boote, die zur Begrüßung hinausfahren werden.

Die Gewässer vor dem Gazastreifen werden von israelischen Seestreitkräften kontrolliert und Israel hat eine "Fischereigrenze" von 6 Seemeilen (11,1 Kilometer) vor der Küste in Gaza gesetzt, so El Khudari. Viele Einschränkungen machen den 1,5 Millionen Bewohnern des Gazastreifens das Leben schwer, trotz des so genannten Rückzugs israelischer Siedler und der Armee aus dem Gebiet im Jahr 2005. Weil das Gesundheitssystem, die Nahrungsmittelversorgung und die Wirtschaft in Gaza katastrophale Bedingungen vorfinden, haben sich in den letzten Tage verschiedene UN-Organe wie die für Palästina zuständige UNWRA in dringenden Appellen an Israel gewandt, die Blockade aufzuheben.

Die Free-Gaza-Bewegung macht mit ihrer Aktion auf die menschenunwürdigen Zustände in diesem dicht besiedelten Gebiet mit der höchsten Arbeitslosenquote der Welt aufmerksam. Muslime, Juden, Christen und Humanisten aus mehr als einem Dutzend Länder sind an Bord, eine Medien-Crew begleitet sie. Da sie direkt nach Gaza fahren ohne israelische Gewässer oder Häfen anzulaufen, haben die Reisenden mit den israelischen Behörden rechtlich gesehen nichts zu tun. Dennoch wird erwartet, dass Israel die Boote nicht frei passieren lassen wird. Sollte es dennoch gelingen, ist der Weg frei für eine Seebrücke, um der Not leidenden Bevölkerung endlich zu helfen anstatt mit mittelalterlichen Kollektivstrafen die Rechte der Bürger zu verletzen, wie es von Israels Seite der Fall ist.

Die Initiative findet Unterstützung bei vielen Organisationen und Einzelpersonen in der ganzen Welt. Bischof Tutu erklärte seine Solidarität ebenso wie Luisa Morgantini, die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Noam Chomsky und Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire. Die Liste der Unterzeichner auf www.freegaza.org wird täglich länger. Nicht nur Gaza wartet gespannt auf das, was uns an Nachrichten der Free-Gaza-Initiative in der kommenden Woche erreichen wird.

 (02.08.2008, Anis für DPG)

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