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Drei Fragen an ... Halima Alaiyan Drucken
Dr. Halima Alaiyan flüchtete 1948 von Palästina nach Ägypten und kam 1966 nach Deutschland. Sie schrieb 2003 ihre Autobiografie "Vertreibung aus dem Paradies. Meine lange Flucht aus Palästina" und arbeitet heute als Ärztin im Saarland. Ihre gemeinnützige Stiftung Talat Alaiyan (www.talat-alaiyan.de) ist nach ihrem Sohn benannt. Sie bringt palästinensische, israelische und deutsche Kinder und Jugendliche zusammen.


Was sind die aktuellen Projekte der Talat Alaiyan Stiftung?

Das Jugendtreffen dieses Jahr findet in Berlin, Saarbrücken und auf der Burg Hohenzollern in Hechingen statt. Eingeladen sind 5 Palästinenser (Christen und Moslems), 5 Israeli (Juden), 5 israelische Palästinenser (Christen und Moslems). Unsere Stationen und Themen sind: Berlin als ehemals geteilte Stadt, Berliner Mauer, KZ Sachsenhausen, Deutsche und Jüdische Geschichte. Saarbrücken: Grenzübergang per Auto und zu Fuß, deutsch-französische Geschichte; Feind! Freund!  Frankreich! Deutschland! Israel! Palästina! Grenzen, Mauer, Luxemburg, Schengen, Europa. Besuch einer Moschee, Kirche und Synagoge. Gemeinsam gehen und zu einander stehen, ob Moslem, Jude oder Christ. Es wird über den Alltag und die Alltagsprobleme, auch politische und wirtschaftliche, von jedem einzelnen gesprochen. Die Jugendlichen sind im Alter von 16-18 Jahren, Jungen und Mädchen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Letztes und dieses Jahr sind die Jugendlichen Pfadfinder.
 
Kürzlich sprachst Du im Kanzleramt in Berlin zum Thema "Vielfalt als Chance, 365 Ideen". Wie war die Resonanz?
Die Resonanz ist gut. Endlich wird in der Öffentlichkeit etwas Positives über Ausländer berichtet und darauf hingewiesen, dass in der Vielfalt Bereicherung sein kann und nicht nur Negatives. Ich werde oft darauf angesprochen. Auch bei "365 Orte im Land der Ideen" von Bundespräsident Köhler wurden wir ausgewählt für unsere Arbeit. Die Stiftung bekommt am 11.6. im Rathaus von Saarbrücken von der Oberbürgermeisterin und einem Vertreter der Deutschen Bank, Herrn Zewe, eine Anerkennungsurkunde des Bundespräsidenten übereicht, sowie einen Preis am 3.9.08 in der Staatskanzlei Saarbrücken beim Schirmherr Ministerpräsident Peter Müller. An diesem Tag sind unsere Jugendlichen mit Zeitzeugen anwesend. Auch hier zeigt sich, dass viele einzelne Menschen für die Verständigung der Völker sehr viel Arbeit leisten, unabhängig von Regierungen.  Aber die Unterstützung der Politik und Wirtschaft erleichtert die Arbeit und ist sehr wichtig, um die gesetzten Ziele zu erreichen.
 
Was empfiehlst Du Leuten, die sich engagieren möchten und nicht wissen wie?
Jeder von uns kann etwas tun, in der Weise, die er selbst für wichtig hält. Das kann ein finanzieller Beitrag sein, egal wie hoch die Summe ist. Oder man engagiert sich durch Information, Aufklärung, Patenschaften, Veröffentlichungen. Die Medien, Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Radio, auch lokale Zeitungen, berichten durchaus auch von der Arbeit Einzelner, nicht nur von Prominenten. In jeder Lebenssituation gibt es Möglichkeiten, Menschen zu helfen. Gern kann man sich auch bei der Talat-Alaiyan-Stiftung engagieren: Wir können jede Menge Unterstützung gebrauchen.
 
(Interview für DPG, Fragen von Anis Hamadeh, 10.06.2008)

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