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Features & Interviews
Drei Fragen an … Shir Hever Drucken

Shir Hever ist Spezialist für Wirtschaftsfragen in Israel und Palästina und arbeitet beim Alternative Information Center (AIC), www.alternativenews.org, einer international ausgerichteten palästinensisch-israelischen Aktivisten-Organisation. Am 11.-12. Oktober 2008 hielt Shir zwei Referate für die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft bei einem Treffen in Bonn.

Wie ist die derzeitige ökonomische Situation in Israel und in Palästina?
Die derzeitige ökonomische Situation in Israel und in Palästina ist sehr unterschiedlich. Israel ist insgesamt gesehen eines der reichsten Länder der Welt, während die Palästinenser in den besetzten Gebieten in einem Zustand schwerer ökonomischer Krise sind, wobei der größte Teil der Bevölkerung unter der internationalen Armutsgrenze lebt.
Eines jedoch ist beiden Ökonomien gemeinsam, nämlich dass der Konflikt gefährliche und unhaltbare Entwicklungen hervorgerufen hat.
Die israelische Wirtschaft scheint trotz des Konflikts (und trotz der internationalen Finanzkrise, die wir derzeit erleben) zu prosperieren. Diese Prosperität wird allerdings nur von einer sehr kleinen Gruppe wahrgenommen, in den obersten Rängen der israelischen sozio-ökonomischen Hierarchie. Israels Maß an Ungleichheit hat einen Höchstwert erreicht: Während mehrere starke Firmen (von denen die Waffen- und die Sicherheitsfirmen vor allem zu nennen sind,  die mit Israels Prestige handeln, indem sie die Palästinenser bekämpfen) den Durchschnitt weiterhin nach oben treiben, sind die Armuts-, Arbeitslosigkeits- und Verbrechenszahlen seit der Zweiten Intifada kontinuierlich gestiegen.
Zu den Anzeichen der zerfallenden israelischen Gesellschaft gehören geringe Wahlbeteiligungen, ein Rückgang der Rekruten im israelischen Militär, eine große Zahl von jungen Israelis, die das Land verlassen möchten und eine riesige Zahl von israelischen Akademikern, die sich Arbeit im Ausland suchen.

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Drei Fragen an … Mustafa al-Kurd Drucken

Mustafa al-Kurd ist seit 1967 palästinensischer Liedermacher und Musiker. Außerdem ist er der Direktor des Jerusalem Center for Arabic Music. Neben seiner aktuellen CD „al-Madah“ („Der Lobsänger“) entsteht derzeit ein weiteres Album mit Gedichten Mahmud Darwishs, vertont von Mustafa al-Kurd.

Worum geht es in Deinem aktuellen Album mit palästinensischen Liedern?
Das Album heißt „al-Madah“. In diesen Liedern, im Text wie in der Musik, zeichne ich Bilder der Erinnerung an meine Heimatstadt Jerusalem, wie sie früher einmal war. Die Bilder der Erinnerung wecken den Schmerz über die Gegenwart, sind damit wie ein Stachel, der den Hörer notwendig auf die Zukunft verweist und die Herausforderungen der Zukunft deutlich macht. Das Engagement des Hörers ist damit gefordert.

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Drei Fragen an ... Fred Schlomka Drucken
Fred Schlomka lebt nahe Tel Aviv. Er gründete die soziale Einrichtung "Tours in English" (www.toursinenglish.com), die mit mehreren Organisationen zusammenarbeitet, um alternative Touren anzubieten, die informativ und analytisch sind und die politische Geografie Palästinas/Israels behandeln.
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Drei Fragen an ... Ofer Golany Drucken

Ofer Golany ist ein Songwriter aus Jerusalem, der sich gegen Kriegsdienst ausspricht und für die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Kulturen. Derzeit ist er mit der Cellistin Angelika Wagener als "Conspiracy of Love" in Deutschland unterwegs. Kriegsdienstverweigerung und spirituelles Kabarett sind dabei die Hauptthemen. Siehe auch den Artikel unter www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-546/i.html
 
Welcher Art sind Deine Songs und was ist die Botschaft?

Die Musik und die Botschaft sind ein Mix von nahöstlicher über osteuropäischer bis zu irischer Musik, Klassik und Flamenco. Die Botschaft ist, dass Musik als internationale Sprache Grenzen überschreiten kann - wie etwa beim Klezmer - und eine Brücke zwischen Kulturen bildet.

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Drei Fragen an … Jalil Schwarz Drucken

Jalil Schwarz ist gebürtiger Palästinenser und arabischer Christ. Er lebt seit 1955 in Deutschland und ist seit langem deutscher Staatsbürger. Man nennt ihn den "Friedenskoch" (www.friedenskoch.de).

Wie kamst Du auf die Idee, Friedenskoch zu werden?
Es ist eine lange Geschichte. Ich werde dennoch versuchen, es kurz zu erklären. Im Jahre 1985 besuchte ich meine Geburtsstadt Ramle bei Yaffa, um das Osterfest dort zu feiern. Auf dem Weg zur Kirche kamen wir an einer verlassenen Bauruine vorbei. Ich fragte meinem Bruder nach diesem Gebäude. Er erzählte mir, dass die orthodoxe Gemeinde bereits im Jahre 1976 angefangen hat, ein Haus der Begegnung zu bauen. Das war für die kulturelle und religiöse Identität der Christen als Minderheit in Israel lebensnotwendig. Durch die nachträgliche staatliche Auflage, das Gebäude mit einem bombensicheren Keller zu untermauern, konnte der Bau aus Kostengründen nicht weiter gebaut werden.

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Drei Fragen an ... Halima Alaiyan Drucken
Dr. Halima Alaiyan flüchtete 1948 von Palästina nach Ägypten und kam 1966 nach Deutschland. Sie schrieb 2003 ihre Autobiografie "Vertreibung aus dem Paradies. Meine lange Flucht aus Palästina" und arbeitet heute als Ärztin im Saarland. Ihre gemeinnützige Stiftung Talat Alaiyan (www.talat-alaiyan.de) ist nach ihrem Sohn benannt. Sie bringt palästinensische, israelische und deutsche Kinder und Jugendliche zusammen.
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Drei Fragen an ... Paul Larudee Drucken
Paul Larudee ist einer der Gründer der Free-Gaza-Initiative (www.freegaza.org). Am 5. August wird ein Boot mit Internationalen von Zypern aus nach Gasa reisen, auf Einladung verschiedener palästinensischer humanitärer Organisationen. Dabei werden sie kein israelisches Territorium betreten, nur palästinensisches. 
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