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Bethlehem

Wer denkt bei Bethlehem nicht an die Geburt Jesu, an Weihnachten? Doch wie christlich ist Bethlehem noch?

Die ChristInnen in Palästina leiden auch unter der Besatzung, manche gehen aufgrund der Übergriffe von Siedlerinnen und Siedlern, von israelischem Militär und eben den Einschränkungen und der Willkür im täglichen Leben und durch die Besatzung davon aus, dass es in ca. 10 Jahren keine ChristInnen mehr in Bethlehem geben wird.

Bethlehem, die Kleinstadt in Palästina wird allein in der Weihnachtszeit von über 100.000 BesucherInnen besucht. Da die westlichen ChristInnen am 25.12, die orthodoxen am 7.1. und die armenischen ChristInnen am 9.1. Weihnachten zelebrieren, entzerrt sich der Andrang ein wenig. Die meisten TouristInnen bleiben im Schnitt knapp 3 Stunden, leider ohne die Wirtschaft dort nachhaltig zu stärken, sprich: ohne den Kauf von Souvenirs.

Die Zahl der ChristInnen in Bethlehem nimmt stetig ab.
In den letzten 70 Jahren sank die Zahl von über 86% auf unter 10%. Als Gründe werden in erster Linie die Einschränkungen durch die israelischen Besatzung, die schlechte wirtschaftliche Situation, die Lebensbedingungen und nicht zuletzt auch die geringen Bildungschancen genannt und veranlassen viele ChristInnen zum Verlassen Palästinas. Es ist eine Frage der Zeit, wann christliche Kultur und Religion im Land des Ursprungs des christlichen Glaubens nur noch historischen Wert haben wird – wann christliche Stätten verkommen, weil sie nicht gepflegt werden. Es ist eine Frage der Zeit, wann christliche Traditionen eine Episode in der gebeutelten Geschichte Palästinas darstellen werden.

“Tatsächlich ist Jesu Geburtsort nicht mehr ein Fanal der Hoffnung, sondern wird immer mehr zu einem Symbol für das, was mit Israels Besatzung des palästinensichen Landes falsch läuft.” Ellen Rohlfs

Weitere Bilder: www.um-photo.art/Palestine/Bethlehem

Weitere Infos: www.middleeastmonitor.com

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