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Einladung zum Friedensgebet in Mülheim

15. Mai, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr

Ort: Gemeindehaus Kolo, Koloniestraße 41, 45478 Mülheim an der Ruhr-Speldorf

 

 

Herzliche Einladung zum Friedensgebet

 

52 Jahre Besatzung, 16 Jahre Mauer 

Ein Leben ohne Perspektive

 

Prof. Heiner Schmitz berichtet über seine zahlreichen Reisen nach Israel und Palästina unter dem Aspekt des Nahost-Konfliktes

 

Er schreibt dazu:

Aber bevor ich Sie auf meine 14-tägige Reise im April einlade, möchte ich mit wenigen Worten bewusst machen, worum es in dem Nahost-Konflikt geht. Es war meine elfte Reise, die ich in diese Region unternommen habe. Die Fotos, die ich Ihnen heute zeige, sind zwischen 1997 und 2019 entstanden. Einiges hat sich in den vergangenen Jahren, u.a. durch die zweite Intifada und den Mauerbau verändert, manches ist auch gleich geblieben. Ein Gebiet, dass 1948 durch die UN nach englischer Kolonisation in einen israelischen und einen palästinensischen Teil aufgeteilt wurde, ohne dass die damalige Bevölkerung oder die unmittelbaren Nachbarn in irgendeiner Weise in das Vorhaben eingebunden wurde. Es wurde eine Teilung vorgenommen, die einen Konflikt vorprogrammierte. Die Kriege in den darauffolgenden Jahren haben nach und nach die Lebensbedingungen in vielen Bereichen eingeschränkt und das palästinensische Territorium verkleinert. Ende des Krieges 1967 wurde mit einer “Grünen Linie“ das palästinensische Gebiet mit der Westbank und dem Gaza-Streifen markiert.

Es geht um fortwährende Land-Okkupation durch den Mauer- und Siedlungsbau und vor allem geht es auch um die Wasser-Ressourcen der Westbank und des Golan. Es geht um willkürliche Maßnahmen wie Hauszerstörungen, immer unter dem Deckmantel der Sicherheit. Präsident Abbas hat am 23. September 2011 den Antrag auf staatliche Anerkennung eines palästinensischen Staates bei der UN eingereicht. Nur vier Tage nach diesem Antrag bei der UN entschied die israelische Regierung in der Knesset, 1.100 weitere Siedlerwohnungen in der Westbank zu bauen. Ein zukünftiger Staat Palästina, der in der aktuellen Situation kaum lebensfähig ist. Durch die 51 jährige Okkupation und die fortlaufende israelische Besiedlung großer Teile der Westbank ist ein Flickenteppich übrig geblieben. Inzwischen gibt es weitere Baugenehmigungen auch in Ost-Jerusalem. Israel hat die Westbank in die Zonen A, B und C geteilt. Nur in der Zone A haben hat die palästinensische Autonomiebehörde ein-geschränkt das Sagen. Ca. 80% der Westbank unterliegen der israelischen Militärhoheit. Gaza-Streifen ist von allen Seiten abgeriegelt und kann als eine Art Freiluftgefängnis mit etwa 2 Millionen Einwohnern bezeichnet werden. Eine Zwei-Staaten – Lösung nach den letzten Wahlen am 9. April in Israel ist nicht mehr im Regierungsprogramm Israels.

 

Im Anschluss ist bei unserem Imbiss Zeit für Austausch und Gespräch. Wir freuen uns, wenn Sie sich vorher anmelden, damit wir besser planen können. (Angelika Romeik 0208/51918, Angelika@romeik.de)

Um eine Spende für das Projekt in Gaza „Lebensraum in Trümmern“ wird gebeten.

Kontakt: Angelika Romeik, Tel. 5 19 18 oder Pfarrer Matthias Göttert, Tel. 5 08 44, Friedensgebet in der Evangelischen Kirchengemeinde Speldorf

 

Details

Datum:
15. Mai
Zeit:
19:30 Uhr - 21:30 Uhr